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Titelthema Oktober – Industriemetall Kupfer (Cu): Zwischen Vielfalt und Investition

Ohne Kupfer fährt kein Auto, funktioniert kein Handy. Und: ohne den Rohstoff mit dem Elementsymbol „Cu“ keine Energiewende. Doch dem Kupfermarkt droht ein Defizit. MÄRKTE & ZERTIFIKATE begibt sich auf Spurensuche.

Zu Beginn unserer Recherche wollten wir es gar nicht so recht glauben, deshalb starteten wir einen kleinen Versuch. Vom Messeturm im Westend von Frankfurt fuhren wir los, Richtung Südosten, über die B44, vorbei am Bürohaus Tower 185 und am Hautbahnhof, über den Main, querten die Bundesstraße 43 und fuhren immer weiter auf der Stresemannallee, nun Richtung Süden. Am Louisa Bahnhof machten wir einen kleinen Schlenker und fuhren auf den unscheinbaren Schwarzsteinkautweg, immer weiter Richtung Süden. Dann schließlich mussten wir unseren Versuch beenden, denn zwischen Bahngleisen eingeklemmt endete der Weg. Ganz schön grün hier, dachten wir uns und schauten auf den Tacho-Stand, exakt 4,3 Kilometer. Geschafft. Doch wozu das Ganze und warum 4,3 Kilometer? Nun, das ist die Länge einer der größten Kupferminen der Welt, Chuquicamata im Norden Chiles. Würden wir nun noch drei Kilometer nach Westen oder Osten fahren, hätten wir auch die Breite der Mine im Gebiet von Frankfurt abgesteckt. Dann ständen wir irgendwo im Stadtwald.

Und uns wird klar, wäre die Chuquicamata-Mine nicht in Chile, sondern in Frankfurt, die Stadt wäre zum größten Teil im Loch versunken, einen ganzen Kilometer tief, mitsamt Messeturm, Main und einem Teil des Stadtwaldes noch dazu. Gigantisch.

Kupfer hat herausragende Eigenschaften.

Dabei ist Chuquicamata noch nicht einmal die größte Tagebaumine der Welt. Ein paar Hundert Meter breiter, länger und tiefer ist die Bingham Canyon Copper Mine in Utah. Und auch hier wird, wie der Name schon verrät, Kupfer abgebaut. Zufall? Kaum, denn das rötliche Metall mit dem allseits bekannten Elementsymbol „Cu“ gehört heutzutage zu den begehrtesten Industriemetallen. Kupfer ist nahezu unverwüstlich, relativ leicht zu verarbeiten, leitet hervorragend Strom und Wärme und, was Häuslebauer freut, rostet nicht – Regenrinnen aus Kupfer gelten vielen Hausbesitzern als Nonplusultra. Kupfer, so erfahren wir in einem persönlichen Gespräch mit Michael Sander, dem Geschäftsführer des Deutschen Kupferinstituts in Düsseldorf, „ist ein Funktionswerkstoff“ (siehe Seite 15). Der Begriff war uns gänzlich unbekannt, umschreibt laut Sander aber gut die hervorragenden Qualitäten des rötlichen Metalls; seine mechanischen, magnetischen, akustischen, optischen und biologisch-chemischen Eigenschaften, die sich gezielt für alle möglichen Anwendungen beeinflussen und nutzen lassen. Aber vor allem „im Hinblick auf die Leitfähigkeit nimmt Kupfer mit weitem Abstand die Spitzenposition ein – nicht nur was die elektrische, sondern auch was die Wärmeleitfähigkeit angeht“, erklärt uns Sander.

Vor diesem Hintergrund wundert es wenig, dass das meiste Kupfer für die Herstellung von Kabeln und Elektronikbauteilen verwendet wird. Im zurückliegenden Jahr waren das immerhin 57 Prozent des weltweiten Kupferbedarfs (siehe Seite 58). Ohne Kupfer, so könnte man vielleicht etwas lax, aber durchaus zutreffend formulieren, ginge zu Hause kein Licht an, kein Handy würde funktionieren, kein Laptop oder Fernseher ließe sich anschalten und Autos würden nur still und stumm in der Garage stehen. „Eine Tonne Kupfer“, sagt die International Copper Association, der weltweite Branchenverband der Kupferindustrie, mit dem auch das Deutsche Kupferinstitut vernetzt ist, „lässt 40 Autos fahren, versorgt 60.000 Mobiltelefone, ermöglicht den Betrieb von 400 Computern und hilft bei der Verteilung von Strom an 30 Haushalte.“

Neben der Verwendung in der Elektronik-, Bau- und Auto­branche findet Kupfer auch im Maschinenbau und im Handel Verwendung. Gerade der Handel hat in den zurückliegenden Jahren an Bedeutung zugenommen. Weil Kupfer so vielseitig ist, wird das Metall mehr und mehr auch zu einem Investitionsobjekt, das sehr rege an den Rohstoffbörsen gekauft und verkauft wird.

Kein Mangel an Kupfer.

Kupfer ist allgegenwärtig. Das gilt aber nicht nur für unser alltägliches Leben, das gilt auch für die Vorkommen im Boden. Im Gegensatz zu einigen anderen Metallen wie etwa Kobalt oder Lithium gibt es Kupferlagerstätten auf allen Kontinenten. Das ist wichtig, denn dadurch ist die Gefahr von Produktionsengpässen aufgrund etwa von politischen Ereignissen in einem Land geringer als bei den Rohstoffen, die zu einem wesentlichen Teil nur in einer Region abgebaut werden.
Dennoch, auch bei Kupfer gibt es geografische Schwerpunkte. Und das ist ganz klar Lateinamerika. Laut der International Copper Study Group (ICSG), einem Researchunternehmen im Bereich Rohstoffe, wurden 2017 von dem weltweit durch Minen geförderten Kupfer – das waren rund 20 Millionen Tonnen – über acht Millionen auf dem lateinamerikanischen Kontinent abgebaut. Auf Platz zwei rangiert mit Abstand Asien mit rund 4,3 Millionen Tonnen, gefolgt von Nordamerika mit 2,7 Millionen Tonnen. Kupferförderung gibt es aber auch in Afrika, in Europa und auch im Großraum Ozeanien mit dem Rohstoffland Australien im Zentrum.

Unter Experten wird die weltweite Versorgungslage mit Kupfer dabei als weitestgehend stabil eingestuft. Mit jährlich rund 20 Millionen Tonnen Minenförderung ist der Markt gut versorgt, Angebot und Nachfrage befinden sich in einem Gleichgewicht. „Von einem Mangel kann keine Rede sein“, fasst der deutsche Kupferexperte Sander kurz und knapp die aktuelle Lage zusammen. Rückendeckung bekommt er dabei auch von den großen international tätigen Analystenhäusern im Rohstoffbereich, wie etwa Wood Mackenzie und CRU. Beide rechnen für 2018 und 2019 nur mit marginalen Abweichungen auf der Überschuss- oder Defizitseite von rund 100.000 Tonnen, die den Markt aber nicht weiter tangieren sollten.

Zudem scheint es ausreichend Kupferlagerstätten zu geben, die in Zukunft ausgebeutet werden können. Laut dem United States Geological Services (USGS), einer US-Behörde zur Erfassung geologischer Strukturen, sind weltweit Kupferreserven von 790 Millionen Tonnen bekannt. Das sind Vorkommen, die zu heutigen Preisen und mit heutiger Technik wirtschaftlich abbaubar sind. Diese Reserven reichen aus, um die Menschheit bei gleichbleibendem Bedarf für die kommenden 40 Jahre mit Kupfer zu versorgen. Die Ressourcen, also die Vorräte, die zurzeit nicht wirtschaftlich gewinnbar sind, jedoch theoretisch zur Verfügung stehen, belaufen sich nach dem USGS sogar auf 2,1 Milliarden Tonnen. Rein rechnerisch würden diese die Kupferversorgung für die kommenden 100 Jahre sicherstellen. Zudem vermuten Geologen große, bislang nicht untersuchte Kupferlagerstätten in der Tiefsee. Ob und wann solche Lagerstätten wirtschaftlich und technisch abbaubar sind, ist allerdings ungewiss. Sicher scheint nur, es fehlt erst einmal nicht an Kupfer.

Einsatz von Kupfer im Auto

Kupfer ist ein wichtiges Metall im Autobau. In einem herkömmlichen Auto mit Benzinmotor werden zum Beispiel Elektronikkabel verbaut, die ausgerollt eine Länge von einem Kilometer und mehr erreichen. Zusammen mit anderen Bauteilen enthält ein Auto insgesamt rund 25 Kilogramm Kupfer. Brennstoffzellen- oder Elektroautos kommen noch auf einen deutlichen höheren Anteil von über 70 Kilogramm.

Aber auch der klassische Benziner wird in Zukunft noch mehr Kupfer enthalten. Weil im Auto immer häufiger elektronisch geregelt und überwacht wird – man denke nur an die Vision eines selbstfahrenden Autos –, werden auch die verbauten Kabel mehr, damit steigt der Kupferbedarf. Experten gehen davon aus, dass auch Autos mit traditionellem Verbrennungsmotor bald 40 Kilogramm Kupfer enthalten werden.

Immer neue Preisprognosen.

Und dennoch, der Markt ist alles andere als entspannt. Händler und Analysten, Rohstoffexperten und Minenbetreiber überbieten sich derzeit mit immer neuen Preisprognosen für Kupfer. Und so unterschiedlich diese auch ausfallen, sie haben alle eines gemeinsam, sie zeigen nach oben. Die durchschnittlichen Schätzungen für eine Tonne Kupfer liegen aktuell zwischen 7.500 und 8.000 US-Dollar im Jahr 2022. Im Vergleich zum aktuellen Preis entspricht das einem Plus von bis zu 30 Prozent. Dabei hat der Kupferpreis in den zurückliegenden Monaten schon kräftig zugelegt, seit Anfang 2016 um rund 40 Prozent. Und das trotz ausreichender Versorgung. Was sind die Gründe?

Der Zuwachs resultiert sicherlich einerseits aus der robusten Entwicklung der Weltkonjunktur. Kupfer gilt unter Experten als Konjunkturindikator. Da das Metall in vielen Bereichen der Elektronik- und Bauindustrie zum Einsatz kommt, reagiert sein Preis sehr sensibel auf konjunkturelle Veränderungen. Hellen sich die Aussichten für die Konjunktur auf, werden auf der Nachfrageseite Händler und Produzenten tätig, die Kupfer in Erwartung einer steigenden Nachfrage aufkaufen, der Preis für eine Tonne Kupfer steigt dann tendenziell.

Andererseits wird immer häufiger die scheinbar sichere Versorgungslage mit Kupfer infrage gestellt. Es mehren sich die Stimmen, die sagen, dass es schon in naher Zukunft erheblich an Kupfer mangeln könnte. Solche Spekulationen dürften nach Einschätzung von Beobachtern erheblich dazu beigetragen haben, dass sich Kupfer in den zurückliegenden Monaten so gut entwickeln konnte.

Zweifel an der Minenproduktion.

Die positiven Preisprognosen fußen zum einen auf Überlegungen, die sich auf die Angebotsseite bei Kupfer beziehen. Zum anderen fließen auch Annahmen über den zukünftigen Verbrauch von Kupfer ein, also die Nachfrage betreffend.

Auf der Angebotsseite wird vor allem die Minenproduktion skeptisch eingeschätzt. Das Analystenhaus CRU geht zum Beispiel davon aus, dass die Förderung von Kupfer in den derzeit in Betrieb befindlichen Minen in den kommenden Jahren auf etwa zehn bis zwölf Millionen Tonnen zurückgehen, sich also etwa halbieren könnte. Das betrifft insbesondere die Minen, die zu den größten Kupferproduktionsstätten weltweit zählen. Dazu gehören etwa die Mount Isa Mines in Australien, die Mine Radomiro Tomic in Chile und auch die bereits anfangs erwähnten Bingham Canyon Copper Mine im US-Bundesstaat Utah und die Chuquicamata-Mine in Chile. Für alle diese Minen werden in den kommenden zehn bis 15 Jahren signifikante Produktionsrückgänge erwartet. Das heißt nicht, dass die Minen dann völlig leer sind, aber der erwartete im Erz befindliche Kupfergehalt soll dann auf ein Niveau gesunken sein, das einen wirtschaftlichen Abbau kaum mehr möglich macht. Hier ist natürlich Spielraum vorhanden. Mit steigenden Kupferpreisen und fortschreitender Technik könnten die Minen unter Umständen länger profitabel arbeiten. Aber unter dem Strich stellt das, so die Analysten von CRU, nur eine Verzögerung dar; eine Kehrtwende, eine nachhaltige Produktionssteigerung ist damit nicht zu erreichen. Daran ändern auch jene Projekte wenig, die bereits genehmigt wurden und fest eingeplant sind. Sie können den Rückgang nur marginal bremsen.

Peak Copper Mitte der 2020er-Jahre.

Was bleibt, sind neue Projekte. Doch trotz grundsätzlich weltweit vorhandener Kupfervorkommen ist ihre Förderung nicht immer und überall möglich. Eine neue Mine zu errichten ist heutzutage an viele Auflagen gebunden. Umweltbehörden und Bevölkerung müssen mit einbezogen werden, der Abbau muss auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten gesichert sein, die Infrastruktur muss stimmen – schließlich muss das Kupfer abtransportiert und zu geeigneten Schmelzhütten gebracht werden. Geologen sprechen in diesem Zusammenhang von wahrscheinlichen und möglichen Projekten. Fasst man diese Projekte zusammen und rechnet das daraus resultierende Förderpotenzial zu den bereits in Betrieb befindlichen Minen hinzu, könnte man die weltweite Kupferproduktion noch bis etwa 2026 auf rund 25 Millionen Tonnen jährlich steigern. Für den Zeitraum danach rechnet CRU dann wieder mit einer insgesamt weltweit fallenden Produktion.

Um die Spitze der Kupferproduktion auf der Zeitleiste deutlich weiter nach hinten zu verschieben, bleibt nur die Suche nach neuen, bislang nicht bekannten oder kaum erforschten Lagerstätten. Vermutete Projekte und Exploration könnten beide zusammen zu einer erheblichen Ausweitung der weltweiten Kupferförderung beitragen. Doch das sind Projekte, die erst noch eruiert werden müssen. Zudem sind es auch oft Vorkommen, die nur unter größerem Aufwand angegangen werden können, weil sie etwa in der Tiefsee lagern. Hier gibt es mehr Fragen als Antworten, weswegen einige Experten bei ihren Prognosen zur Kupferproduktion völlig auf solche Projekte verzichten.
Somit dürfte vorläufigen Schätzungen zufolge die weltweite Kupferproduktion Mitte der 2020er-Jahre bei rund 25 Millionen Tonnen jährlich ihren Höhepunkt erreicht haben. Manche Beobachter sprechen in diesem Zusammenhang auch vom „Peak Copper“, in Anlehnung an den „Peak Oil“, einen Punkt, von dem an sich die Produktion eines Rohstoffs rückläufig entwickelt. Doch wie sich der „Peak Oil“ mit steigenden Preisen und fortschreitender Technik immer weiter in die Zukunft verschoben hat, so könnte auch der „Peak Copper“ noch eine ganze Zeit auf sich warten lassen.

Dennoch, für Preisprognosen ist der „Peak Copper“ ein wichtiges Modell. Viele Händler und Analysten orientieren sich an dieser Marke. Und auch für private Anleger, die etwa über Zertifikate und Exchange Trades Commodities (ETCs) in Kupfer investieren wollen (siehe Seite 14), wird der Peak Copper zum Wegweiser.

Kupfer für die Energiewende.

Parallel zum „Peak Copper“ wird auf der Nachfrageseite mit einem schnellen Zuwachs nach Kupfer gerechnet. Denn Kupfer soll nicht nur in den bislang bekannten Anwendungen eingesetzt werden, es soll zudem zum Schlüsselrohstoff für zahlreiche Zukunftstechnologien, insbesondere für die Energiewende und die Erneuerbaren Energien, werden. Das sieht auch Michael Sander vom Deutschen Kupferinstitut so. Im Gespräch mit MÄRKTE & ZERTIFIKATE bekennt er deutlich: „Ohne den Werkstoff Kupfer wäre die Energiewende gar nicht möglich.“ Den Schwerpunkt bildet dabei die Elektromobilität in all ihren Varianten. Reine Elektroautos und Plug-in-Hybride enthalten 70 Kilogramm Kupfer und mehr, bei Hybrid-Autos sind es immerhin noch über 40 Kilogramm (siehe „Einsatz von Kupfer im Auto“ auf Seite 8). Bis 2025 rechnet CRU mit einem daraus resultierenden zusätzlichen Bedarf an Kupfer von weltweit einer Million Tonnen jährlich, bis 2035 mit mindestens sechs Millionen Tonnen. Ähnlich die Einschätzung der Deutschen Rohstoffagentur (DERA). Sie sieht den zusätzlichen Bedarf an Kupfer aus der Elektromobilität im Jahr 2035 bei etwa fünf Millionen Tonnen.

Zweitgrößter neuer Nachfrageposten im Jahr 2035 könnte laut den Experten die Erzeugung von Strom über Windkraftanlagen sein. Kupfer wird hier vor allem in den Ringgeneratoren benötigt. In großen Offshore-Windkraftanlagen werden bis zu 30 Tonnen Kupfer verbaut. DERA rechnet hier mit einer Kupfernachfrage von rund 250.000 Tonnen im Jahr 2035. Gegenüber der derzeitigen Nachfrage entspricht das einem Plus von 150.000 Tonnen Kupfer im Jahr. Weitere wichtige Zukunftstechnologien wie die Radio-frequency Identification (RFID), die medizinische Tomografie und die additive Fertigung durch 3D-Drucker sollen laut DERA ebenfalls einen steigenden Kupferbedarf verzeichnen. Rechnet man all diese Posten zusammen und addiert sie zu der bestehenden Nachfrage, so kommt man für 2025 auf einen Gesamtbedarf etwa im Bereich von 22 bis 23 Millionen Tonnen Kupfer, für 2035 ungefähr auf 26 bis 27 Millionen Tonnen.

Das sind natürlich nur grobe Schätzungen. Doch sie zeigen, dass ab 2020 am Markt möglicherweise mit einer Ausweitung des Defizits bei Kupfer zu rechnen ist. Denn die in Betrieb befindlichen Minen werden dann weniger produzieren, als benötigt wird. CRU etwa rechnet für 2020 mit einem Marktdefizit von rund 150.000 Tonnen, für 2021 mit 200.000 Tonnen und für 2023 mit knapp 300.000 Tonnen. Das wachsende Defizit sollte sich den Experten zufolge dann in nachhaltig steigenden Kupferpreisen niederschlagen.

Nur wenige Projekte in Aussicht.

Dieses Defizit könnte nur dann ausreichend gedeckt werden, wenn neue Kupferminenprojekte schnellstmöglich angegangen würden. Doch daran scheint es derzeit zu hapern, Minenbetreiber halten sich mit Neuinvestitionen zurück. Die Anzahl der neuen Projekte befindet sich auf einem Tiefstand, selten zuvor hatten die Minenkonzerne so wenige Vorhaben in der Pipeline. Das hat verschiedene Gründe. Zum einen sind die gesetzlichen Auflagen für neue Minen in den zurückliegenden Jahren stetig gestiegen, auch in vielen Emerging Markets. In China etwa wurden die Umweltauflagen deutlich verschärft.

Zudem befindet sich seit 2008, seit der Finanz-und Staatsschuldenkrise in Europa, der gesamte Rohstoffmarkt in einer Art Wartemodus. Trotz Erholung der Rohstoffpreise sind die Verantwortlichen vorsichtiger geworden. Man ist sich nicht sicher, ob die Krise wirklich überwunden ist. Verschärft wird das noch durch das Bemühen der USA, die heimische Leistungsbilanz durch die Einführung von Zöllen aufzubessern. Der Streit mit China und der Europäischen Union (EU) löst bei den Minenbetreibern sicherlich wenig Freude aus. Sie befürchten einen konjunkturellen Einbruch. Für eine unter hohen Investitionen gerade in Betrieb gegangene Kupfermine wäre das verheerend und möglicherweise auch das finanzielle Aus für den Minenbetreiber.

Mit der S-Bahn vor die Tore Frankfurts.

Nach allem, was wir gehört, gelesen und von Experten erfahren haben, hängt bei der zukünftigen Entwicklung des Kupferpreises vieles von der Entdeckung und Erschließung neuer Lagerstätten und von deren Wirtschaftlichkeit ab. Auch wenn es keinen akuten Engpass bei der Kupferversorgung gibt, müsste dennoch viel mehr in neue Projekte investiert werden. Viel Zeit ist nicht mehr, um ein Defizit am Kupfermarkt zu vermeiden.

Aber vielleicht ist das ja auch gar nicht gewünscht. Je höher das Defizit, desto länger könnten die bestehenden Minen profitabel arbeiten. Das gilt auch für unsere Chuquicamata-Mine. Und wer weiß, vielleicht müssen wir uns in einigen Jahren, wenn der Kupferpreis deutlich höher notiert und wir erneut die Chuquicamata-Mine in Frankfurt abschreiten wollen, sogar in die S-Bahn setzen und einige Stationen fahren, um den südlichen Rand der Mine erreichen zu können, der dann noch viel weiter vor den Toren der Mainmetropole liegt.

In Kupfer investieren.

BNP Paribas bietet verschiedene Produkte auf Kupfer an. Zum einen Mini Future Zertifikate und Unlimited Zertifikate, jeweils für die Long- und Short-Seite. Grundlage dieser Zertifikate ist der Kupferpreis des jeweils nächsten fälligen 3-Monats-Terminkontrakts an der New Yorker Börse COMEX. Zum anderen Exchange Traded Commodities (ETCs). Das sind passive Produkte, die die Wertentwicklung des Rohstoffs oder des Rohstoffindex exakt im Verhältnis 1 zu 1 abbilden. ETCs weisen keine Laufzeitbegrenzung auf. Da sie rechtlich gesehen Schuldverschreibungen sind – es also im Insolvenzfall der Emittentin zum Verlust des Kapitaleinsatzes kommen könnte –, hat BNP Paribas ihre ETCs besonders besichert: Für den gesamten Wert der ausstehenden ETCs hinterlegt BNP Paribas permanent Sicherheiten in Form von Wertpapieren, um den Anlegerschutz zu erhöhen. Diese Sicherheiten werden strikt getrennt von anderen Wertpapierbeständen von BNP Paribas in einem separaten Treuhanddepot in Deutschland und nach deutschem Recht hinterlegt.

 

Rolloptimiert und währungsgesichert. Die ETCs von BNP Paribas sind teilweise rolloptimiert („Enhanced“). Dabei wird nicht, wie üblich, in den jeweils nächstfälligen Future investiert; dieser müsste permanent gerollt werden, wodurch die Kosten und das Risiko von Rollverlusten zunehmen würden. An die Stelle des nächstfälligen Futures treten die RICI-Enhanced-Indizes, die von dem bekannten Rohstoffexperten Jim Rogers konzipiert wurden und die in Futures mit verschiedenen Fälligkeiten investieren, die bestimmte Liquiditätskriterien erfüllen. Das Investment wird damit in der Regel über die möglichst liquidesten und günstigsten Terminkontrakte gestreut und die Anzahl der Rolltransaktionen pro Jahr wird deutlich reduziert.

Anleger sollten zudem beachten, dass die Rici-Enhanced-Indizes – wie die zugrunde liegende Rohstoffe auch – in US-Dollar notieren. Für Investoren aus dem Euroraum heißt das: Steigt der US-Dollar im jeweiligen Anlagezeitraum gegenüber der Heimatwährung, kommt es zu Währungsgewinnen; verliert hingegen der Greenback gegenüber dem Euro an Wert, entstehen Währungsverluste. Deswegen wurde zusätzlich ein RICI Enhanced Kupfer EUR Hedged ETC aufgelegt, der nicht nur rolloptimiert, sondern auch währungsgesichert ist.

Und wer es mag, der kann auch physisches Kupfer kaufen. Nicht ganz so teuer in der Anschaffung wie Gegenstände aus Gold und Silber sind Kupferprodukte eine echte Alternative bei der physischen Wertanlage. In unserem Rätsel (siehe Seite 54) können Sie zum Beispiel fünf Kilogramm schwere Kupferbarren gewinnen.

Kupfer – Elektrotechnik dominiert

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Datum und Uhrzeit der ersten Verbreitung der Empfehlung: 28.09.2018 11:00 Uhr

By Olaf Hordenbach| 28. September 2018|