Weshalb das Edelmetall 2019 wieder an Glanz gewinnen könnte

Goldanleger haben alles andere als ein glänzendes Jahr hinter sich, bewegte sich das Edelmetall in 2018 unter dem Strich doch kaum von der Stelle. Und dies, obwohl Hiobsbotschaften in den vergangenen zwölf Monaten Hochkonjunktur hatten. Ein Umfeld also, von dem das häufig als Krisenmetall zitierte Gold eigentlich hätte profitieren sollen. Doch vor allem der restriktive Kurs der US-Notenbank sowie ein dadurch gestärkter Dollar haben den Edelmetallfans einen Strich durch die Rechnung gemacht. Während die Fed allein im vergangenen Jahr viermal den Leitzins anhob, wertete der Greenback zu fast allen anderen wichtigen Währungen teils kräftig auf. Für Anleger aus dem Nicht-Dollar-Raum hat das Edelmetall somit an Attraktivität verloren, wird Gold doch rund um den Globus in Dollar gehandelt. Hinzu kommt, dass im Fahrwasser steigender Leitzinsen auch die Renditen der US-Staatsanleihen auf ein für Anleger wieder akzeptables Niveau gestiegen sind, sprich: Zahlreiche Investoren haben 2018 wieder den vermeintlich sicheren US-Rentenhafen angesteuert. Da halfen dem Gold auch die zahlreichen Negativschlagzeilen nicht mehr auf die Sprünge.

Fed, Dollar und Handelsstreit sorgen für Fantasie

Aber: Aufgrund der bereits laufenden US-Konjunkturabkühlung wird die Fed in 2019 womöglich weniger restriktiv agieren. Dem Dollar trauen viele Experten daher auch bei Weitem nicht so viel zu wie 2018. Hinzu kommt, dass der Brexit und der nach wie vor schwelende Handelsstreit zwischen den USA und China für ein anhaltend nervöses Umfeld sorgen dürften. Kurzum: Gut möglich, dass Goldanlegern ein glänzendes Jahr bevorsteht.

OPEC - Abbildung Investitionen