Öl der Sorte Brent steuert auf 70-Dollar-Hürde zu

Noch vor wenigen Monaten befand sich Rohöl der Sorte Brent im Sturzflug. Ängste vor einer Rezession wurden laut. Dass der Ölpreis zu Übertreibungen neigt, war schon damals abzusehen. Dass das „schwarze Gold“ aber so eindrucksvoll zurückkommt, war nicht unbedingt absehbar. Maßgeblichen Anteil daran haben auch die konsequenten Förderkürzungen der OPEC inklusive Russlands. Gepaart mit den Sanktionen der USA gegen Iran sorgte das für einen noch deutlicheren Förderrückgang als vorab erwartet. Auch aufseiten des bedeutenden Ölförderers USA gab es positive Signale für den Ölpreis: Die Zahl der produzierenden Öl-Plattformen sank zuletzt. Dies wurde am Markt positiv aufgefasst, nachdem die Vereinigten Staaten erst im Februar an einem Tag so viel Öl gefördert hatten wie noch nie zuvor. Neben den Marktdaten entscheiden beim Ölpreis auch die künftigen Aussichten über Wohl und Wehe. Insbesondere die Entspannung bei den Handelsstreitigkeiten nimmt den spekulativen Druck heraus.

Aufwärtstrend bleibt intakt, aber …

Dies zeigt sich auch an der Preiskurve: Brent notiert knapp unterhalb der Marke von 70 US-Dollar – und es erscheint sehr wahrscheinlich, dass der Preis weiter zulegt und zeitnah wieder über dieser Marke notiert. Allerdings bleiben Risiken: Insbesondere das Ende des weltweiten Aufschwungs dürfte vielen Marktteilnehmern im Hinterkopf sein. Rohöl dürfte daher auch in Zukunft volatil bleiben. Hinzu kommt, dass der Rohstoff als Inflationsschutz angesichts der jüngsten entspannten Preisdaten aus den USA und der EU weniger gefragt sein dürfte.

OPEC - Abbildung Investitionen