Unsicherheiten rund um den Brexit-Deal belasten das Pfund

EU-Deal, neues Referendum oder harter Brexit – die politische Zukunft in Großbritannien ist nach wie vor völlig ungewiss. Zwar hat die britische Premierministerin am Mittwoch eine wichtige Hürde auf dem Weg zu einem geordneten Brexit genommen, mehr aber auch nicht. Denn nachdem Theresa May im Kabinett einen Vertragstext durchboxen konnte, der einen geregelten Ausstieg Großbritanniens aus der EU ermöglicht, steht nach einem EU-Sondergipfel Ende November die entscheidende Abstimmung im Unterhaus an. Und: Ob sie auch diese Hürde nehmen wird, ist noch längst nicht in trockenen Tüchern; der Widerstand aus den eigenen Reihen und der Opposition ist enorm.

Pfund unter Druck

Welches der drei möglichen Szenarien letztendlich eintreten wird, ist somit nicht seriös zu prognostizieren, wenngleich die Stimmen, die sich gegen den ausgehandelten Entwurf aussprechen, immer lauter werden und die Anzahl der Gegner immer größer. Fraglich ist auch, ob May das Finale der nicht enden wollenden Brexit-Verhandlungen überhaupt noch als Premierministerin erleben wird, droht ihr doch Medienberichten zufolge nun auch noch ein Misstrauensvotum. Wie sich das Pfund künftig präsentieren wird, ist genauso ungewiss wie die politische Zukunft Großbritanniens. Fakt ist jedoch, dass die britische Währung seit der Kabinettseinigung zum Euro abgewertet hat und bis zur finalen Entscheidung wohl nicht zur Ruhe kommen wird.