Peso reagiert verhalten auf mexikanischen Neuanfang

Wenn das mal keine guten Nachrichten sind. Am Rande des G20-Gipfels in Buenos Aires unterzeichneten die USA, Kanada und Mexiko ihr neues Handelsabkommen USMCA – und lösten damit das zuvor von US-Präsident Donald Trump aufgekündigte Vorgängerabkommen NAFTA ab. Einen Tag später, am 1. Dezember, hat zudem der linksorientierte Politiker Andrés Manuel López Obrador – kurz ALMO – sein Amt als neuer mexikanischer Präsident angetreten. ALMO war bereits von 2000 bis 2005 Bürgermeister von Mexiko-Stadt und gilt nun als Hoffnungsträger einer ganzen Nation.

Peso unter Druck

In die Karten spielte ALMO, der die Wahlen mit rund 53 Prozent der Stimmen recht deutlich für sich entscheiden konnte, sicherlich die schon seit Jahren ausufernde Korruption und Vetternwirtschaft in Mexiko. ALMO will nun nicht nur der Misswirtschaft ein Ende setzen, er kündigte unter anderem auch umfangreiche Infrastrukturmaßnahmen an, Investitionen in die Bildung und die Verbesserung der Menschenrechtslage. Ob all diese Vorhaben tatsächlich gelingen werden, bleibt abzuwarten. Offensichtlich ist sich der Finanzmarkt da aber nicht ganz so sicher wie die mexikanische Bevölkerung. So hat der Mexikanische Peso im Vergleich zum Euro in den vergangenen Wochen kräftig abgewertet. Und dies, obwohl derzeit auch in der Eurozone nicht alles glatt läuft.