Bei der charttechnischen Analyse werden Kursbewegungen in Relation zueinander gesetzt. Dabei spielen die Fibonacci-Marken eine wichtige Rolle. Zu den wichtigsten Marken gehören 38,2 %, 50 % und 61,8 %. Am bekanntesten sind in diese im Zusammenhang mit den sogenannten Retracements, also den Rücksetzern nach einer vorangegangenen Bewegung. Allerdings finden die Fibonaccis auch bei Kurserweiterungen und auf der Zeitachse Anwendung.

Quelle: Rüdiger Born

Kommentar von Rüdiger Born

Fibonaccis lassen sich gleich in zweierlei Hinsicht nutzen. Einerseits geben sie mit ihren horizontalen Linien einen Hinweis auf mögliche Wendemarken und fungieren auf diesem Weg als technische Unterstützungen oder Widerstände. Insbesondere wenn mehrere Marken auf ähnlichem Niveau zu finden sind, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit einer Kurswende. Außerdem lassen sich mit Hilfe der Fibonacci-Marken Bewegungsausmaße in Bereiche einteilen, die eine Bestimmung der Bewegung erleichtern. Da auch viele professionelle Händler die Fibonaccis nutzen, sagt man diesem Werkzeug einen hohen Grad der selbsterfüllenden Prophezeiung nach, was die Wirksamkeit noch unterstreicht.