In der Fundamentalanalyse werden beispielsweise Wirtschafts- und Unternehmensdaten, sowie geopolitische Nachrichten beachtet, um eine Bewertung der aktuellen Kursniveaus vorzunehmen. Daraus sollen dann die Erwartungen für die zukünftigen Wertentwicklungen abgeleitet werden. Ist ein Unternehmen, eine Branche oder ein gesamter Markt beispielsweise unterbewertet, so wäre mit einem Kursanstieg zu rechnen. Ziel der Fundamentalanalyse ist es, durch die objektive Bewertung der Situation eine Bewegungsrichtung auszumachen und auf diese Erwartung Positionen zu eröffnen.

Quelle:Rüdiger Born

Kommentar von Rüdiger Born

Die Fundamentalanalyse kommt dem verständlichen Wunsch der Objektivierung nach, hat aber sehr häufig ein sogenanntes Timing-Problem. Demnach führt eine Unterbewertung beispielsweise nicht sofort, sondern häufig erst sehr viel später zu Preisanstiegen. Zudem lassen sich wirtschaftliche Zusammenhänge häufig nicht mehr an nur wenigen Zahlen klar ausmachen, so dass eine echte Bewertung des Zahlenmaterials oft sehr schwierig erscheint.