Der Kerzenchart ist eine Darstellung des Kursverlaufs, bei dem die Preise in bestimmte Perioden eingeteilt werden, beispielsweise eines Tages, einer Stunde oder fünf Minuten. Der Kerzenkörper bildet dabei Eröffnungs- und Schlusskurs der gewählten Zeiteinheit ab, die Farbe des Körpers gibt die Richtung an, beispielsweise rot für einen fallenden Kurs in der Periode, grün für einen entsprechend steigenden Verlauf. Die aus dem Körper ragenden Lunten und Dochte geben die zugehörigen Tiefs und Hochs der gleichen Periode an. Neben der einfachen Darstellung der Kurse lassen sich zudem aus den sich ergebenen Kerzenformationen Erwartungen für den weiteren Verlauf ableiten.

Quelle: Rüdiger Born

Kommentar von Rüdiger Born

Diese Form der Chartdarstellung bietet eine Vereinfachung, die jedoch – anders als der Linienchart – Extremwerte mitberücksichtigt. Daher eignet sich diese Art der Kursdarstellung für eine Vielzahl von Analysemethoden und lässt sich sehr gut mit charttechnischen Indikatoren oder zeichnerischen Elementen wie Fibonaccis, Unterstützungen oder Widerständen kombinieren. Wer zudem die gängigen Kerzenformationen kennt, kann diese auch als Unterstützung für seine Handelsentscheidung mit einfließen lassen.