• Anleihen zahlen einen festen Zinssatz, der an keine weiteren Bedingungen geknüpft ist. Der Zinssatz ist in der Regel höher als bei Staats- oder Unternehmensanleihen.
  • Die Art der Tilgung einer Aktienanleihe hängt vom Kurs des Basiswertes am Laufzeitende ab: Ab einer bestimmten Kurshöhe wird zum Nennbetrag getilgt, unter anderem in Form der Lieferung einer festgelegten Anzahl von Aktien des Basiswertes.
  • Bei Tilgung in Form der Lieferung von Aktien drohen durch den möglichen Wertverfall
    der Aktie Verluste. Die gelieferten Aktien können im ungünstigsten Fall auch
    wertlos sein.

››Rendite. Und ein Stück mehr Sicherheit.‹‹

Viele Anleger setzen im Vermögensaufbau ganz auf Anleihen und lassen dabei Aktien vollkommen außer Acht. Der Grund dafür ist schnell gefunden: Anleihen sind häufig weniger riskant als Aktien. Für dieses Mehr an Sicherheit müssen sich Anleger jedoch mit einem Weniger an Rendite begnügen. Vergleicht man die Renditen über längere Zeiträume, so schneiden Anleihen deutlich schlechter ab als Aktien.

Ein „Entweder-oder“ muss aber nicht das Motto Ihrer Anlageentscheidung sein, es geht auch ein „Sowohl-als-auch“: mit Aktienanleihen von BNP Paribas. Aktienanleihen sind hinsichtlich ihrer Risiko-Rendite-Struktur zwischen Aktien und Anleihen angesiedelt. Sie bieten eine höhere erwartete Rendite als herkömmliche Anleihen, tragen dafür aber auch ein größeres Risiko. Umgekehrtes gilt im Vergleich mit Aktien: Unter Außerachtlassung des Emittentenrisikos sind Aktienanleihen weniger riskant, dafür ist aber auch die erwartete Rendite nicht so hoch.

››Mehr Chancen als Anleihen, weniger Marktrisiko als Aktien‹‹

Aktienanleihen beziehen sich auf einen Basiswert, der in der Regel eine Aktie oder ein Aktienindex ist, und zahlen einen festen Zinssatz, ohne dies an weitere Bedingungen zu knüpfen. Die Laufzeit beträgt meist rund zwei Jahre. Ein Unterschied zu herkömmlichen Anleihen besteht bei der Tilgung zum Laufzeitende: Ab einer bestimmten Kurshöhe des Basiswertes, dem sogenannten Basispreis, wird die Aktienanleihe zum Nennbetrag getilgt. Liegt der für die Rückzahlung maßgebliche Kurs (der sogenannte Referenzpreis) jedoch darunter, so wird die Aktienanleihe in Form der Lieferung einer bei Emission festgelegten Anzahl von Aktien des Basiswertes getilgt. Da die Risiko-Rendite-Struktur von Aktienanleihen zwischen Anleihen und Aktien angesiedelt ist, sollte es Sie nicht überraschen, dass dieses Anlageprodukt Merkmale beider Anlageklassen miteinander kombiniert.

Die Merkmale einer Anleihe in der Aktienanleihe

1. Zinssatz und Nennbetrag
Wie bereits erwähnt, sind auch Aktienanleihen Wertpapiere, die einen festen Zinssatz zahlen. Dieser ist – wegen des größeren Risikos – in der Regel höher als bei herkömmlichen Anleihen, also Staats- oder Unternehmensanleihen. Wie herkömmliche Anleihen auch werden Aktienanleihen nicht in Stücken, wie das bei Aktien oder vielen Zertifikaten der Fall ist, sondern auf einen Nennbetrag lautend emittiert. Dieser beträgt üblicherweise 1.000 Euro.

Beispiel: Eine typische Aktienanleihekondition wären beispielsweise ein Nennbetrag von
1.000 Euro und ein Zinssatz in Höhe von 7 % pro Jahr.

2. Prozentnotierung
Aktienanleihen werden auch dann nicht mit einer Stücknotierung, sondern, wie das bei
verzinslichen Wertpapieren üblich ist, mit einer Prozentnotierung gehandelt.

Beispiel: Liegt die Notierung für die Anleihe, die mit einem Nennbetrag in Höhe von
1.000 Euro und einem Zinssatz in Höhe von 7 % pro Jahr emittiert wurde, beispielsweise
bei 95 %, so liegt der Erwerbspreis bei 950 Euro.¹ Hinzu kommen gegebenenfalls die
während der Laufzeit bereits angefallenen Zinsen (sogenannte Stückzinsen) und natürlich
die Erwerbskosten. Der Unterschied zu herkömmlichen Anleihen liegt in der Tilgung.
Aktienanleihen werden nämlich am Rückzahlungstermin nicht in jedem Fall zum
Nennbetrag, im obigen beispielhaften Fall also zu 1.000 Euro, getilgt. Darauf werden
wir gleich näher eingehen.

Die Merkmale einer Aktie in der Aktienanleihe

1. Basiswert
Die Aktienanleihe wäre kein strukturiertes Wertpapier, wenn nicht auch hier ein Basiswert ins Spiel käme. Als Basiswerte dienen, der Name verrät es bereits, Aktien oder Aktienindizes.

Beispiel: Die oben genannte Aktienanleihe mit einem Nennbetrag in Höhe von 1.000 Euro und einem Zinssatz in Höhe von 7 % pro Jahr könnte etwa eine Aktie aus dem Deutschen Aktienindex DAX® als Basiswert haben.

2. Tilgung zum Nennbetrag oder in Aktien
Welche Funktion hat der Basiswert genau bei einer Aktienanleihe? Der Basiswert, besser
gesagt sein Kurs am Laufzeitende der Aktienanleihe, bestimmt, wie und in welcher Höhe
die Aktienanleihe getilgt wird. Um ganz präzise zu sein, handelt es sich überwiegend
um den Schlusskurs des Basiswertes am Bewertungstag. Der für die Rückzahlung maßgebliche
Kurs wird Referenzpreis genannt.

Sofern nun der Referenzpreis des Basiswertes auf oder über einem zum Emissionszeitpunkt
definierten Basispreis notiert, erfolgt die Tilgung zum Nennbetrag. Im oben genannten
Beispiel wären das 1.000 Euro. Sofern der Referenzpreis jedoch diesen Basispreis
unterschreitet, so erfolgt die Tilgung nicht zum Nennbetrag, sondern in Form
von Aktien des Basiswertes. Die genaue Stückzahl der dann gelieferten Aktien ist, wie
alle anderen Konditionen der Aktienanleihe auch, bereits zum Emissionszeitpunkt als
Bezugsverhältnis definiert.

Beispiel: Die Aktienanleihe auf die A&A Aktie mit einem Nennbetrag in Höhe von
1.000 Euro und einem Zinssatz in Höhe von 7 % pro Jahr könnte einen Basispreis in Höhe von 10 Euro haben. Bei einem Referenzpreis der Aktie auf oder über 10 Euro wird zum Nennbetrag getilgt, bei Referenzpreisen unter 10 Euro erfolgt die Tilgung in Form von Aktien.

Bruchteile von Aktien

Natürlich kann es im Fall der Lieferung von Aktien auch dazu kommen, dass Bruchteile, also weniger als eine Aktie, geliefert werden müssten. Da dies nicht möglich ist und auch keine Zusammenlegung von Bruchteilen vorgesehen ist, wird der Gegenwert dieser Bruchteile berechnet (nämlich durch Multiplikation des Bruchteils mit dem Referenzpreis) und dem Anleger als Geldbetrag überwiesen.

Nennbetrag, Basispreis und Bezugsverhältnis

Vielleicht fragen Sie sich, ob der Basispreis und das Bezugsverhältnis für den Basiswert einer Aktienanleihe willkürlich gewählt werden. Die eindeutige Antwort lautet: nein. Die Multiplikation von Basispreis und Bezugsverhältnis ergibt den Nennbetrag. Das bedeutet dann im Ergebnis, dass im Fall der Tilgung durch Aktien des Basiswertes deren Gegenwert am Bewertungstag, also Referenzpreis mal Stückzahl, unter dem Nennbetrag der Aktienanleihe liegen wird. Man kann die Tilgungsbedingungen einer Aktienanleihe daher auch so formulieren, dass die Tilgung immer dann in Aktien erfolgt, wenn deren Gegenwert niedriger ist als der Nennbetrag.

Beispiel: Die Aktienanleihe auf die A&A Aktie mit einem Nennbetrag in Höhe von 1.000 Euro, einem Zinssatz in Höhe von 7 % pro Jahr und einem Basispreis in Höhe von 10 Euro wird ein Bezugsverhältnis von 100 haben. Die Multiplikation von Basispreis und Bezugsverhältnis ergibt exakt den Nennbetrag.

Während der Laufzeit

Anleiheanleger werden wissen, dass der Preis von Anleihen ganz maßgeblich von der
Höhe des aktuellen Marktzinses beeinflusst wird. Da die Konditionen der Tilgung und
damit auch die tatsächliche Höhe der Tilgungsleistung bei Aktienanleihen vom Referenzpreis
des Basiswertes abhängen, sollte es leicht nachvollziehbar sein, dass der Kurs
des Basiswertes auch während der Laufzeit der Aktienanleihe einen erheblichen Einfluss
auf ihren Preis hat.

Vorteil Aktienanleihe

  • Zinssatz ist in der Regel höher als bei Staats- oder Unternehmensanleihen.
  • Überschaubare Laufzeit.
  • Risiko-Rendite-Profil liegt zwischen Anleihen und Aktien.

¹1.000 x 0,95 = 950

Bitte beachten Sie auch die Wichtigen Hinweise.

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