Optionsscheine bleiben traditionell die Lieblingsprodukte aktiver Anleger. Doch gerade in volatilen Märkten gilt es ihre Funktionsweise genau zu kennen.

Alle Jahre wieder kommt das Thema hoch: Die Volatilität und ihr Einfluss auf Optionsscheine. Die Kapitalmärkte sind extrem in Bewegung und aktive Investoren möchten an der Entwicklung sowohl nach oben als auch nach unten partizipieren. Dafür bietet ihnen der Markt für Hebelprodukte gleich fünf Produktvarianten.

Hebelprodukte in der Übersicht

Optionsscheine
Unlimited Turbo Zertifikate
Turbo Zertifikate
MINI Futures
Faktor Zertifikate

Die älteste und traditionell beliebteste ist weiterhin der Optionsschein. Die Palette ist groß. Alle möglichen Basiswerte – nationale und internationale Aktien, Währungen, Rohstoffe. Dazu sowohl Calls als auch Puts, unterschiedliche Laufzeiten und unterschiedliche Basispreise. Allen gemeinsam ist dabei, dass ihr Preis von diversen Faktoren abhängt. Allen voran natürlich vom Preis des zugrunde liegenden Basiswerts. Gleich danach folgt die implizite Volatilität – kurz Vola genannt. Das ist die zu erwartende Kursschwankung der Aktie. Je höher diese Erwartung ist, desto höher ist der Preis des Optionsscheins – bei sonst gleichen Parametern versteht sich. Nun gilt am Markt grob gesagt die Faustformel: Fällt der Markt stark, so steigt die implizite Vola, die im Übrigen für jeden Anleger am Index VDAX-new ablesbar ist (siehe Chart). Wer in dieser Situation einen Put-Optionsschein besitzt, partizipiert doppelt: Der Markt fällt wie erhofft und die parallel damit einhergehende Vola-Steigerung sorgt zusätzlich für steigende Preise bei den Put-Optionsscheinen. Aber Achtung: Steigt der Markt, fällt in der Regel die implizite Vola. Wer in dieser Situation noch einen Put-Optionsschein besitzt, leidet doppelt. Der Schein fällt wegen des steigenden Basiswerts, und er fällt, weil in der Regel auch noch die implizite Vola sinkt.