Auf Renditefang mit Aufgeld

Beim Kauf von Bonus Zertifikaten lohnt sich ein Vergleich zwischen Produktpreis und dem Kurs des zugrunde liegenden Basiswerts. Papiere, die teurer sind als ihr Bezugswert, sind renditeträchtiger – aber eben auch riskanter.

Wenn es an der Börse hoch und runter geht, sind häufig mit klassischen Direktinvestments keine nennenswerten Renditen möglich. In solchen Phasen können Anleger anstatt auf Aktien auf Bonus Zertifikate setzen. Diese Papiere erwirtschaften in seitwärts laufenden Märkten ordentliche Gewinne. Das Prinzip: Wenn der Basiswert, zum Beispiel eine Aktie oder ein Index, die Barriere während der Laufzeit nicht berührt, erhalten Anleger eine Bonuszahlung. Die Barriere ist eine Kursmarke, die bei Emission des Zertifikats unter dem aktuellen Kurs des Basiswerts liegt. Sollte der Basiswert bis zum Laufzeitende so stark ansteigen, dass er über dem Bonusniveau liegt, nehmen Anleger vollständig daran teil. Dies gilt jedoch nicht bei Produkten mit Gewinnobergrenze (Capped Bonus Zertifikate): Hierbei partizipieren Anleger nur bis zum Cap an der Performance des Basiswerts. Im Gegenzug erzielen die Cap-Papiere in Seitwärtsmärkten höhere Renditen als herkömmliche Bonus Zertifikate. Verletzt der Basiswert die Barriere, erlischt der Anspruch auf die Bonuszahlung. Der Rückzahlung der Papiere orientiert sich dann am Kurs des Basiswerts.

Genau hinschauen.

Auch wenn die Auszahlungsstruktur von Bonus Zertifikaten relativ einfach zu verstehen ist: Wer vor dem Kauf nicht genau hinschaut, muss vielleicht am Ende Lehrgeld zahlen. Denn viele Bonus Zertifikate notieren mit Aufgeld. Das heißt: Sie sind im Vergleich zu ihrem Basiswert teurer. Ein fiktives Beispiel: Eine Aktie notiert bei 100 Euro. Das Bonus Zertifikat, das sich auf die Aktie bezieht und eine Barriere bei 90 Euro hat, hat ein Aufgeld von zehn Prozent und kostet somit 110 Euro. Reißt nun die Barriere und steht die Aktie am Laufzeitende bei 85 Euro, erhalten Anleger 85 Euro pro Zertifikat ausgezahlt. Der Verlust beträgt 25 Euro pro Papier. Hätte der Investor das Bonus Zertifikat ohne Aufgeld erworben, also zu 100 Euro, würde er „nur“ 15 Euro verlieren. Kurzum: Kauft ein Anleger ein Bonus Zertifikat mit Aufgeld und die Barriere wird verletzt, fällt sein Kursverlust um jenes Aufgeld größer als bei einem Direktinvestment aus. Im Gegenzug bieten Papiere mit Aufgeld allerdings attraktivere Renditemöglichkeiten.

Preisentwicklung während der Laufzeit.

Aber warum gibt es überhaupt Aufgelder? Während der Laufzeit beeinflusst nicht nur der Kurs des Basiswerts die Preisentwicklung des Zertifikats. Auch weitere Faktoren wie Dividendenerwartung, Restlaufzeit und erwartete (implizite) Volatilität des Basiswerts spielen eine Rolle. Verringert sich zum Beispiel die Volatilität, verteuert sich das Bonus Zertifikat während der Laufzeit – bei ansonsten gleich bleibenden Preisfaktoren –, weil sich die Gefahr verringert, dass die Barriere reißt. Ob jemand also ein Bonuspapier mit oder ohne Aufgeld kauft, hängt vor allem auch von seiner Risikobereitschaft ab. Offensivere Investoren bevorzugen Papiere mit Aufgeld, defensive Anleger entscheiden sich eher für Zertifikate mit geringem oder gar keinem Aufgeld.
Zwei Beispiele aus der Praxis verdeutlichen, was dies im Einzelnen für das Investment bedeuten kann. Als Basiswert dient der DAX, wobei Bonus Zertifikate in der Regel ein Bezugsverhältnis von 1:100 (0,01) aufweisen. Notiert der Index beispielsweise bei 10.000 Punkten, würde ein Zertifikat ohne Aufgeld 100 Euro kosten. (Um den ganzen DAX zu handeln, müsste man 100 Zertifikate kaufen.) Über BNP Paribas (www.bnp.de) können Anwender bei der Zertifikatesuche neben Kennzahlen wie Barriere, Laufzeit oder Bonusrendite auch die prozentuale Höhe des Aufgelds sehen.

Szenarien berechnen.

So beträgt dieses bei dem Bonus Zertifikat auf den DAX (WKN PZ4345), das bis März 2020 läuft und eine Barriere bei 9.200 Punkten hat, 2,2 Prozent. Das Papier kostet 110,47 Euro – der DAX notiert zu dem Zeitpunkt bei 10.812 Zählern. Das Bonuslevel liegt bei 11.600 Punkten. Hält die Barriere, erhalten Anleger (bei einem Bezugsverhältnis von 0,01) 116 Euro pro Zertifikat. Dies entspricht einer Rendite von rund fünf Prozent. Was passiert aber, wenn die Barriere reißt? Angenommen, der DAX berührt die 9.200-Punkte-Marke und notiert am Laufzeitende bei 9.500 Zählern: Dann erhalten Anleger zum Schluss 95 Euro ausgezahlt. Damit lägen sie mit 15,47 Euro (14 Prozent des Kapitaleinsatzes) im Minus.
Ein vergleichbares Bonus Zertifikat auf den DAX, das ebenfalls bis März 2020 läuft und eine Barriere bei 9.200 Punkten hat, ist das Produkt mit der WKN PX11SB. Das Papier kostet 120,47 Euro und hat damit ein deutlich höheres Aufgeld, nämlich 10,5 Prozent. Das Bonuslevel beträgt 14.000 Punkte. Hält die Barriere, bekommen Anleger am Ende 140 Euro pro Papier – eine Bonusrendite von rund 16 Prozent. Dies sind elf Prozentpunkte mehr als beim obigen Bonus Zertifikat. Die Kehrseite ist wie erläutert das größere Risiko: Sollte die Barriere reißen und der DAX bei Fälligkeit bei 9.500 Punkten stehen, erhalten Anleger auch hier nur 95 Euro pro Zertifikat zurück. Dies würde einen Verlust von 25,47 Euro (21 Prozent des Kapitaleinsatzes) bedeuten.
Fazit: Anleger sollten sich bei Bonus Zertifikaten die Aufgelder genauer ansehen. Je höher die Preiszuschläge, desto offensiver sind die Produkte ausgerichtet. Vor dem Kauf eines Papiers liegt es nahe, verschiedene Kursszenarien einmal durchzuspielen. So weiß man von Anfang an, was einen in welchem Fall erwartet.

Handbuch für Anleger – Zertifikate kompakt erklärt

Wie funktionieren Bonus Zertifikate? Welche Ausstattungsmerkamle besitzen sie? Antworten auf diese und weitere Fragen finden interessierte Anleger im Spezial-Heft „Handbuch für Anleger“ von BNP Paribas. Sie können es auf www.bnp.de/service/handbuch/handbuch-fuer-anleger direkt als PDF he­runterladen.

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Datum und Uhrzeit der ersten Verbreitung der Empfehlung: 31.01.2019 11:00 Uhr
Von |2019-06-01T00:24:50+02:0031. Januar 2019|