Im Interview: „Digitalisierung ist kein Tsunami.“

Die Digitalisierung bietet viele Vorzüge und sie ist nicht aufzuhalten. Alles richtig, aber wir Menschen haben Gestaltungsmöglichkeiten, schreibt Armin Grunwald in seinem neuen Buch „Der unterlegene Mensch“. Diese müssen wir nutzen.

MÄRKTE & ZERTIFIKATE: Herr Professor Grunwald, Sie zeigen in Ihrem Buch „Der unterlegene Mensch“ die gesellschaftlichen Herausforderungen auf, die mit der Digitalisierung auf uns zukommen. Ist die Digitalisierung mehr Chance oder Risiko für uns?

Armin Grunwald: Wie fast immer beim technischen Fortschritt ist beides der Fall, und zwar gleichzeitig. Gerade weil die Digitalisierung so viele Chancen, Annehmlichkeiten und wirtschaftliche Potenziale bietet, entstehen nicht gewollte Nebenfolgen, von denen manche zu Sorgen Anlass geben, andere echte Risiken sind.

MÄRKTE & ZERTIFIKATE: Zum Beispiel?

Armin Grunwald: Beispielsweise sind Medien- und Internetsucht ein weit größeres Thema, als gemeinhin angenommen wird, wie wir vor einiger Zeit in einer Studie für den Deutschen Bundestag gezeigt haben. Oder nehmen Sie die bekannte Problematik des Missbrauchs von Daten oder das Aufkommen von Hetze und Fake News im Internet. Das sind ja Effekte, die nur deswegen auftreten können, weil die Digitalisierung so viele Chancen bietet. Also: Leider sind Chancen und Risiken häufig ineinander verschränkt. Wir können das eine nicht haben ohne das andere und müssen dann eben Wege finden, mit den Risiken verantwortlich umzugehen.

MÄRKTE & ZERTIFIKATE: Nun gab es ja schon immer Skeptiker. Als die Eisenbahn Anfang des 19. Jahrhunderts aufkam, mahnte man vor der hohen Geschwindigkeit, diese könne zu „Gehirnverwirrungen“ führen. Was ist der Unterschied zur aktuellen Kritik an der Digitalisierung? Müssen wir sie ernster nehmen?

Armin Grunwald: Das Beispiel der Eisenbahn wird gerne genannt, um Sorgen lächerlich zu machen. Warum nimmt man nicht auch mal andere Beispiele? Schauen wir doch auf die Geschichte des Asbests. Vor ungefähr hundert Jahren begann sein Siegeszug als Material in der Bauwirtschaft, ein genialer Stoff für die Bauindustrie. So genial und so wichtig für die Wirtschaft, dass man lange die gesundheitlichen Folgen weggedrückt, verharmlost oder bewusst kleingeredet hat. Wenn in dieser Geschichte Sorgen und Probleme früher offen thematisiert worden wären, hätten wir Hunderttausende von Asbesttoten weniger gehabt. Also, auch diese Geschichten gibt es. Das Dumme ist, man weiß vorab natürlich nie, ob Sorgen begründet sind oder nicht. Daraus folgt aber nicht, dass man sich keine Sorgen machen sollte. Und was die Digitalisierung betrifft: Die Risiken, die ich oben genannt habe, sind nicht einfach Sorgen – da gibt es ja längst klare Fakten.

MÄRKTE & ZERTIFIKATE: „Digitalisierung ist etwas Wunderbares, aber kein Ersatz für die Zukunft.“ Über diesen Satz haben wir lange nachgedacht. Erklären Sie ihn uns doch bitte kurz.

Armin Grunwald: Digitalisierung ist ein Mittel zum Zweck. Wir Menschen sind analoge Wesen, wir leben in einer analogen Welt und das wird auch noch sehr lange Zeit so bleiben. Ich finde vieles an der Digitalisierung wunderbar, weil es unser analoges Leben angenehmer macht. Das ist immer das analoge Leben heute und jetzt. Was aber ist Zukunft? Wie bereits der Kirchenvater Augustinus vor etwa 1600 Jahren gesehen hat, gibt es die Zukunft gar nicht. Es gibt immer nur die Gegenwart, in der wir uns Gedanken über die Zukunft machen können. Das sind in der Regel sehr unterschiedliche Gedanken, etwa zur Zukunft des Arbeitsmarkts in einer digitalen Welt. Deswegen spreche ich auch lieber von Zukünften im Plural.

MÄRKTE & ZERTIFIKATE: Und alle Daten, die wir im Internet hinterlassen, beziehen sich auf die Vergangenheit?

Armin Grunwald: Richtig. Ich mache in diesem Zusammenhang auch immer wieder gerne auf die Vergangenheitsfixierung der Digitalisierung aufmerksam. Alle Daten, die wir haben, kommen aus der Vergangenheit, es gibt einfach keine Daten aus der Zukunft. Wenn Algorithmen also mit Big Data hantieren und daraus Erkenntnisse ziehen und Muster erkennen, gelten diese streng genommen immer nur für die Vergangenheit. Das Datenprofil, das wahrscheinlich manche Konzerne von mir haben, gibt nur das wieder, was ich in der Vergangenheit elektronisch eingekauft, genutzt oder kommuniziert habe. Zukunft ist das nicht. Zukunft im menschlichen Sinne enthält immer die Option, dass vieles anders sein kann, als es die Daten aus der Vergangenheit erzählen.

MÄRKTE & ZERTIFIKATE: Aber diese Zukunft muss jeder Einzelne bewusst steuern?

Armin Grunwald: Ja, auf jeden Fall. Wir haben die Chance, uns zu verändern, neue Interessen auszuprägen, uns ganz anders zu orientieren. Verglichen mit unserer menschlichen Zukunftsoffenheit ist die Datenwelt hoffnungslos konservativ und vergangenheitsbezogen.

MÄRKTE & ZERTIFIKATE: In vielen Bereichen macht Digitalisierung durchaus Sinn, in anderen vielleicht weniger. Doch haben wir, hat der einzelne Mensch, wirklich eine Chance, die Digitalisierung teilweise zurückzudrängen? In welchen Bereichen würde Sie gerne auf die Digitalisierung verzichten?

Armin Grunwald: Natürlich gibt es keinen Stoppschalter, den irgendjemand betätigen könnte. Da muss ich aber auf ein häufiges Missverständnis aufmerksam machen. Oft wird die Digitalisierung als unausweichlich, ja geradezu als schicksalhaft bezeichnet. Wirtschaftsvertreter sprechen gern von der Digitalisierung als einem Tsunami oder einem Erdbeben. Die Botschaft ist: Dagegen ist nichts zu machen, wir können als Menschen weder Erdbeben noch Tsunamis verhindern. Wir müssen uns schnellstens auf die Digitalisierung einstellen, weil wir sonst untergehen. Wir müssen uns vorausschauend anpassen an etwas, das sowieso kommt. Tun wir das nicht, wird die Flut der Digitalisierung uns wegspülen.

MÄRKTE & ZERTIFIKATE: Und diese Ansicht ist falsch?

Armin Grunwald: Natürlich. Das ist eine falsche und sogar gefährliche Vorstellung. Auch wenn es keinen Stoppschalter und keinen Rückwärtsgang für die Digitalisierung gibt, heißt das doch nicht, dass wir ihr bedingungslos ausgeliefert sind und uns nur noch anpassen können. Denn auch digitale Technik muss ja irgendwie gemacht werden, sie wächst nicht von selbst wie Pilze im Wald. Jede einzelne Zeile eines Programmcodes wird von Menschen geschrieben. Die Software der Suchmaschinen, die Algorithmen der Big-Data-Technologien und die Social Media, sie alle sind von Menschen entworfen und umgesetzt – und zwar von bestimmten Menschen in bestimmten Organisationen, Unternehmen oder auch Geheimdiensten. Die arbeiten bekanntlich nicht einfach menschenfreundlich, sozial und gemeinwohlorientiert, sondern verfolgen klare Ziele und Interessen.

MÄRKTE & ZERTIFIKATE: Aber diesen Zielen und Interessen müssen wir uns nur allzu oft anpassen?

Armin Grunwald: Ja, das stimmt. Dennoch ist es wichtig, zu erkennen, dass die Digitalisierung kein Naturereignis ist, sondern von Menschen mit Werten und Interessen durchgezogen wird. Die relevante Frage lautet deshalb nicht, wie wir uns am besten der Digitalisierung anpassen können. Denn dann würden wir uns passiv den Werten, Zielen und Interessen derjenigen unterwerfen, die die Gestaltungsmacht über die digitalen Techniken haben. Stattdessen ist es zentral, dass wir als Bürgerinnen und Bürger, als Konsumenten und als demokratische Gesellschaft Gestaltungshoheit und Mitspracherechte erobern, wie wir das in vielen anderen Bereichen geschafft haben, etwa in der Lebensmittel- oder Energieversorgung. Es gibt nicht die eine Digitalisierung, an die wir uns anpassen müssten, sondern es gibt viele Wege in eine digitalisierte Zukunft. Welcher beschritten wird, hängt mit von uns ab.

Armin Grunwald

Prof. Dr. rer. nat. Armin Grunwald studierte Physik, Mathematik und Philosophie, wurde in Physik promoviert und in Philosophie habilitiert. Seit vielen Jahren beschäftigt er sich mit den Folgen technischer Entwicklungen. Seit 1999 leitet er das Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS) am Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Seit 2002 berät er außerdem den Deutschen Bundestag in Fragen der Technikfolgenabschätzung.

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Wertpapierdienstleistungen und Anlagetätigkeiten
  1. Annahme und Übermittlung von Aufträgen, die ein oder mehrere Finanzinstrument(e) zum Gegenstand haben;
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  4. Portfolio-Verwaltung;
  5. Anlageberatung;
  6. Übernahme der Emission von Finanzinstrumenten und/oder Platzierung von Finanzinstrumenten mit fester Übernahmeverpflichtung;
  7. Platzierung von Finanzinstrumenten ohne feste Übernahmeverpflichtung;
  8. Betrieb eines MTF;
  9. Betrieb eines OTF.
Abschnitt B
Nebendienstleistungen
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  2. Gewährung von Krediten oder Darlehen an Anleger für die Durchführung von Geschäften mit einem oder mehreren Finanzinstrumenten, sofern die kredit- oder darlehensgewährenden Unternehmen an diesen Geschäften beteiligt sind;
  3. Beratung von Unternehmen hinsichtlich der Kapitalstrukturierung, der branchenspezifischen Strategie und damit zusammenhängender Fragen sowie Beratung und Dienstleistungen bei Unternehmensfusionen und -aufkäufen;
  4. Devisengeschäfte, wenn diese im Zusammenhang mit der Erbringung von Wertpapierdienstleistungen stehen;
  5. Wertpapier- und Finanzanalyse oder sonstige Formen allgemeiner Empfehlungen, die Geschäfte mit Finanzinstrumenten betreffen;
  6. Dienstleistungen im Zusammenhang mit der Übernahme von Emissionen;
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Die hier gemachten Angaben stellen keinen Verkaufsprospekt im Sinne der EU-Richtlinie 2003/71/EG (in der jeweils geltenden Fassung) dar.

Informationen über eigene Interessen und Interessenkonflikte

BNP Paribas bzw. ihren Tochtergesellschaften ist bewusst, wie wichtig die Vermeidung von Interessenkonflikten ist. Daher haben sie solide Leitlinien und Verfahren eingeführt und pflegen eine wirksame Organisationsstruktur, um Interessenkonflikte zu verhindern und vermeiden, durch welche die Objektivität dieser Empfehlung beeinträchtigt werden könnte (u. a. Vergütungsgestaltung, Tätigung von Geschäften auf eigene Rechnung, Geschenke und Einladungen sowie Insiderinformationen).
BNP Paribas bzw. ihre Tochtergesellschaften können hinsichtlich des ETS-Produkts bzw. zugehörigen Basiswerts in vielen verschiedenen Funktionen tätig werden, wie u. a. als Market-Maker, Berater, Kreditgeber oder Berechnungsstelle für Finanzinstrumente des in der Empfehlung genannten Emittenten.
Es ist wahrscheinlich, dass BNP Paribas bzw. ihre Tochtergesellschaften (sowie nahe stehende Personen) im Rahmen ihrer Tätigkeiten in vielerlei Funktionen agieren. Bei der Erstellung und Verteilung von Anlageempfehlungen könnten die Interessen der BNP Paribas bzw. ihrer Tochtergesellschaften (sowie nahe stehender Personen) den Interessen ihrer Kunden zuwiderlaufen.
Um auf einen Interessenkonflikt entsprechend zu reagieren, kann BNP Paribas
  • diesen Konflikt mit Hilfe von organisatorischen Maßnahmen, etwa Informationsbarrieren, regeln, sofern hierbei die Überwachung der Situation in einer akzeptablen Vorgehensweise vollzogen wird (permanent information barriers oder adhoc barriers)
  • den Konflikt veröffentlichen und die Zustimmung der Kunden einholen
  • in bestimmten Fällen, in denen weder organisatorische Maßnahmen noch eine Veröffentlichung angemessen erscheinen, Abstand von der betreffenden Aktivität nehmen
Informationsbarrieren basieren auf organisatorischen Maßnahmen, etwa getrennten Räumlichkeiten, eingeschränkten Zugängen zu bestimmten Orten oder auch IT-Zugangsbeschränkungen für bestimmte Personen
Aufgrund besonderer Geschäftsaktivitäten besitzen bestimmte Angestellte gelegentlich Insiderinformationen über eine große Zahl von Emittenten, ohne dabei Informationsbarrieren zu durchbrechen. Diese Angestellten werden ebenfalls als »oberhalb der Informationsbarriere« (above the barrier) klassifiziert.
Aufgrund besonderer Geschäftsaktivitäten besitzen bestimmte Angestellte gelegentlich Insiderinformationen über eine große Zahl von Emittenten, ohne dabei Informationsbarrieren zu durchbrechen. Diese Angestellten werden ebenfalls als »oberhalb der Informationsbarriere« (above the barrier) klassifiziert.
1. »Professionals« (Experten) sind Finanzanalysten, Mitglieder des Research-Teams, Sales, Händler und jede andere natürliche Person, die aufgrund eines Arbeitsvertrags für BNP Paribas arbeitet und Empfehlungen erstellt. Diese Personengruppe hat nur im Interesse der BNP Paribas Gruppe und der Kundenbedürfnisse zu handeln.
2. »Professionals«, die bei der Erstellung von Empfehlungen mitwirken, werden u.a. auch am Erfolg der BNP Paribas beteiligt, jedoch nicht auf Provisionsbasis.
Die Vergütung der »Professionals« ist mit den folgenden Richtlinien konform:
  • Richtlinie 2013/36 (EU) über den Zugang zur Tätigkeit von Kreditinstituten und die Beaufsichtigung von Kreditinstituten und Wertpapierfirmen;
  • ESMA-Leitlinien zur Vergütungspolitik und zu Vergütungspraktiken.
3. »Professionals«, die Empfehlungen erstellen, sind nicht dazu befugt, unangemessene finanzielle Vorteile zu erhalten, die ihre Neutralität und Unabhängigkeit beeinflussen könnten.
4. »Professionals«, die Empfehlungen aussprechen, haben diejenigen Finanzinstrumente bekannt zu geben, die sie empfehlen, aber auch selbst besitzen.
»Professionals« müssen sich an die Vorgaben aus den Richtlinien zu Mitarbeitergeschäften und ihrer individuellen Einstufung als sensitive Mitarbeiter halten.
5. Hinsichtlich der Offenlegungspflicht können »Professionals«, die Empfehlungen erstellen:
  • als Gegenpartei handeln, indem sie Finanzinstrumente empfohlener Unternehmen kaufen oder verkaufen;
  • als Marktmacher oder Liquiditätsspender mit Finanzinstrumenten der empfohlenen Unternehmen handeln.
6. Es ist möglich, dass BNP Paribas, ihre Tochtergesellschaften und/ oder deren verbundene Personen
  • innerhalb der letzten 12 Monate als Konsortialführer oder Co- Konsortialführer eines öffentlich bekannt gegebenen Angebots hinsichtlich eines Finanzinstruments tätig waren, dessen Unternehmen in einer ihrer Empfehlung auftaucht;
  • innerhalb der letzten 12 Monate als Partei in einer Vereinbarung mit dem Emittenten auftraten, die die Regelung zu Wertpapierdienstleistungen und Wertpapiernebendienstleistungen (vgl. Sektion A und B der Anlage I der Richtlinie 2014/65 (EU) »MiFID 2«) zum Inhalt hat;
  • Beziehungen pflegen, die die Objektivität ihrer Empfehlungen beeinträchtigen. Wenn dies der Fall ist, wird diese Information veröffentlicht.
7. BNP Paribas, ihre Tochtergesellschaften und/oder deren verbundene Personen sind nicht Partei einer Vereinbarung oder eines Vorvertrages, wenn das Dokument die Erstellung einer Empfehlung zum Inhalt hat.
8. BNP Paribas, ihre Tochtergesellschaften und/oder deren verbundene Personen erlauben Emittenten nicht die Einsicht in unveröffentlichte Empfehlungen. Eine Ausnahme bildet hierbei ein »Research« (statistische Erhebung).
Empfehlungen sind bis zur Veröffentlichung vertraulich zu behandeln.
9. Alle Empfehlungen müssen fair und angemessen sein, auf objektiven Kriterien basieren, dem Interesse der Kunden von BNP Paribas entsprechen und dürfen nicht irreführend sein. Die Grundlagen für Empfehlungen müssen eine angemessene Sorgfaltspflicht und einschlägige Daten sein. Sensationsgier, Gerüchte, aber auch eine übermäßig provokante Ausdrucksweise sind zu vermeiden.
Jede Meinung oder Analyse der Empfehlung muss nachweisbar angemessen, vollständig und ausgeglichen sein. Solche Äußerungen müssen in guter Absicht auf der Grundlage einer korrekten und umfassenden Analyse basieren. Empfehlungen dürfen nicht mit der Absicht verfasst werden, einen Anleger in die Irre zu führen.
Diese Empfehlung wird in Deutschland verbreitet.
Datum und Uhrzeit der Erstellung sowie der ersten Verbreitung werden in der Empfehlung selbst angegeben. 
Für die Verbreitung verantwortliches Unternehmen: BNP Paribas S.A. (die „Bank“) handelnd durch BNP Paribas S.A. Niederlassung Deutschland (die „Niederlassung“).
  • BNP Paribas S.A., 16 boulevard des Italiens, 75009 Paris (www.group.bnpparibas);
  • BNP Paribas S.A. Niederlassung Deutschland, Europa-Allee 12, 60327 Frankfurt am Main (www.bnpparibas.de)
Für die Verbreitung verantwortliche natürliche Person: Volker Meinel, CIB Exchange Traded Solutions
Zuständige Aufsichtsbehörden:
Die Bank wird als Kreditinstitut und Wertpapierdienstleistungsunternehmen beaufsichtigt durch:
  • Banque de France, 31 rue Croix des petits-Champs, 75049 PARIS cedex 01(www.banque-france.fr); und
  • Autorité des Marchés Financiers, 17 place de la Bourse, 75082 Paris Cedex 02 (www.amf-france.org); und
  • Europäische Zentralbank, Sonnemannstraße 20, 60314 Frankfurt a.M. (www.ecb.europa.eu)
Die Niederlassung wird beaufsichtigt durch:
  • Autorité de contrôle prudentiel et de résolution (ACPR), 61, rue Taitbout, 75436 Paris Cedex 09, Frankreich; und
  • Autorité des Marchés Financiers, 17 place de la Bourse, 75082 Paris Cedex 02 (www.amf-france.org); und
  • Europäische Zentralbank, Sonnemannstraße 20, 60314 Frankfurt a.M. (www.ecb.europa.eu); und
  • Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, Marie-Curie-Straße 24-38, 60349 Frankfurt a.M. (www.bafin.de)
Weitere Informationen über die Aktionärsstruktur, von BNP Paribas gehaltene Unternehmensanteile und Mandate für Eigen- oder Fremdkapitaloperationen von BNP Paribas finden Sie unter folgender Webseite:
Datum und Uhrzeit der ersten Verbreitung der Empfehlung: 31.01.2019 11:00 Uhr
Von |2019-06-01T00:24:50+02:0031. Januar 2019|