Titelthema Februar – Beginn eines neuen Rohstoffzyklus – Ausgebaggert

Auch wenn viele Rohstoffe nicht knapp sind, eine steigende Nachfrage, zu wenig Investitionen und steigende Kosten für den Abbau könnten zu einem Aufwärtsschub bei den Rohstoffpreisen führen. MÄRKTE & ZERTIFIKATE begibt sich in die Tiefe.

Lautlos rieselt uns der Sand durch die Finger. Der Grubenbesitzer lacht: „Sand, das ist das Gold der Zukunft“. Wir sind fasziniert, die Grube ist tief und erscheint ohne Grenzen, und überall liegen Sandberge. Wir kommen uns vor wie in der Sahara, wie mitten in Afrika, und nicht in Deutschland. Dabei ist die Grube noch nicht einmal das größte Sandvorkommen, das hierzulande ausgebeutet wird. Im südbrandenburgischen Mühlberg soll es das größte Sand- und Kiesvorkommen Europas geben, erklärt uns der Grubenbesitzer. Auf einer Fläche von über 700 Fußballfeldern werden dort Sand und Kies abgebaut, Grundrohstoffe für die Bauindustrie. Und weil der Bau boomt, steigt die Nachfrage nach Rohstoffen rasant. „Das Zeug wird uns gerade aus der Hand gerissen“, der Grubenbesitzer kann seinen Stolz kaum verbergen: „Überall wird gebaut, überall werden Rohstoffe gebraucht, doch in den zurückliegenden Jahren wurde eine Grube nach der anderen geschlossen. Jetzt kommen wir mit der Förderung kaum noch hinterher.“

Deutschland ist Bergbauland.

Wir fahren zurück, an den Rand der Sandgrube, vorbei an haushohen Raupen und Baggern. Wieder im Büro, starten wir unsere Recherche, denn das Thema Rohstoffe und wie es aktuell um sie bestellt ist, hat unser Interesse geweckt. Allein im zurückliegenden Jahr wurden in Deutschland schätzungsweise rund 260 Millionen Tonnen Sand und Kies abgebaut, lesen wir in einem Fachbeitrag. Diese Menge würde theoretisch reichen, um etwa sechstausendmal die Elbphilharmonie in Hamburg zu bauen. Denn für das Konzerthaus wurden 63.000 Kubikmeter Beton verbaut, und Beton besteht nun mal zu einem wesentlichen Teil aus Sand. Dabei ist es nicht irgendein Sand, der hier zum Einsatz kommt. Er darf nicht zu fein und nicht zu grob sein, ansonsten hält der Beton nicht. Wüstensand etwa, auf der Erde reichlich vorhanden, ist denkbar ungeeignet, da er viel zu glatt ist, die Korngröße viel zu klein. Der Beton würde im Laufe der Zeit schlichtweg zerbröseln. Experten gehen davon aus, dass mindestens 95 Prozent der globalen Sandvorkommen für die Bauindustrie ungeeignet sind. Was bleibt, sind die Vorkommen etwa in Deutschland, die sich vor Jahrmillionen gebildet haben und nun unser Land zu einem wichtig Rohstofflieferanten machen.

Das war uns gar nicht so bewusst, denn allgemein gilt Deutschland ja eher als rohstoffarm. Doch das ist nicht so. Neben Sand und Kies sind es vor allem Natursteine und Braunkohle, die zwischen Rhein und Elbe, zwischen Nord- und Ostsee und den Alpen abgebaut werden. Aber auch Kupfer, Silber, Eisenerz, ja selbst Erdgas und Erdöl finden sich auf der Lieferliste in Deutschland tätiger Rohstoffkonzerne. Auch wenn die geförderten Mengen zum Teil nur sehr gering sind und bei Weitem nicht ausreichen, die inländische Nachfrage zu decken, Deutschland ist Bergbauland. Allein 2019 dürften Schätzungen nach Rohstoffe im Wert von rund 90 Milliarden Euro exportiert worden sein, und damit ähnlich viel, wie etwa die pharmazeutische Industrie an Produkten in das Ausland verkauft. „Auch im Weltmaßstab gesehen behauptet sich Deutschland nach wie vor als wichtiges Bergbauland“, sagen die Experten von der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) in Hannover.

Rohstoffe sind wichtig für die Wettbewerbsfähigkeit.

Doch das Problem liegt tiefer, im wahrsten Sinne des Wortes. Zwar ist Deutschland ein Land des Bergbaus und reich an Rohstoffen, doch häufig kommt man an sie gar nicht heran. Nach Auskunft der BGR gibt es hierzulande zum Beispiel rund 2.000 Sand- und Kiesgruben; ein Großteil der natürlichen Vorkommen liegt jedoch in Naturschutzgebieten oder unter bebauten Zonen, sprich unter Dörfern und Städten. Und die kann man nicht einfach immer so wegbaggern, die vorhandenen Gruben können somit nicht erweitert, neue nicht erschlossen werden. „Die Rohstoffe in Deutschland reichen theoretisch für Tausende von Jahren aus, aber nur weniger als ein Prozent davon ist verfügbar“, erklärt Harald Elsner, Wirtschaftsgeologe bei der BGR.

Zudem, oft ist der Abbau der Rohstoffe scheinbar gar nicht gewünscht. Nirgendwo in Europa sind die Richtlinien zur Erschließung neuer Abbauflächen so streng wie bei uns. Das Genehmigungsverfahren für die Unternehmen dauert oft ein Jahrzehnt und mehr. Da hilft es auch wenig, dass die Bundesregierung in einer aktuellen Initiative beschlossen hat, den heimischen Bergbau ankurbeln. „Quarzsand für die Metallindustrie zum Beispiel oder Steine für die Bauindustrie“, heißt es in einer Stellungnahme der Regierung, sollen wieder verstärkt in Deutschland gefördert werden. Doch letztendlich müsste man behördliche Verfahren straffen, Richtlinien für Natur- und Umweltschutz lockern und das Beschwerderecht der Anwohner einschränken – alles Maßnahmen, die sehr unpopulär sind. Dabei geht es nicht nur um die Rohstoffe, die für die Bauindustrie benötigt werden. Unter dem Strich ist die gesamte Industrie betroffen. „Versorgungsrisiken gefährden den sicheren Rohstoffbezug und damit die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands“, so die Mahnung der Experten in einem Entwurf der Bundesregierung. Für Elektroautos, für Windräder, für das schnelle, glasfasergestützte Internet, für Smartphones und und und werden nun mal Rohstoffe wie Aluminium, Kupfer und Nickel benötigt, und die kommen derzeit fast nahezu aus dem Ausland. Und so wurden im zurückliegenden Jahr Schätzungen zufolge Rohstoffe im Wert von knapp 200 Milliarden Euro eingeführt, was immerhin einem Fünftel aller nach Deutschland eingeführten Waren entspricht. Ein Großteil davon geht auf das Konto von Erdöl und Erdgas, aber auch Metalle wie Aluminium, Blei, Kupfer, Nickel, Zinn und Zink, Eisenerz und Kohle finden über Züge und Schiffe ihren Weg zu uns. Aus Brasilien etwa kommen Kupfer, Eisen und Zinn, aus Australien Zink, aus der Russischen Föderation trotz von der Europäischen Union (EU) verhängter Handelssanktionen Aluminium, Kupfer und Nickel und aus Südafrika Eisen, Chrom und Titan – um nur mal die wichtigsten Lieferanten von einigen Industriemetallen zu nennen. Würde man auch die Energierohstoffe wie Öl und Gas und die Edelmetalle berücksichtigen, käme noch einmal ein Schwung weiterer Länder hinzu, etwa Saudi-Arabien als großer Öllieferant.

Nur wenige Rohstoffvorkommen sind abbaubar.

Doch die Situation im Ausland unterscheidet sich nicht grundsätzlich von der in Deutschland. Es sind zwar große Rohstoffvorkommen da, die theoretisch oft noch viele Hunderte von Jahren und mehr reichen würden, um die Menschheit mit Rohstoffen zu versorgen, doch ihr Abbau ist selten möglich. Das gilt in vielerlei Hinsicht. Letztendlich bewegt sich jedes Bergbauprojekt in einem Spannungsfeld zwischen technischer Realisierbarkeit, Wirtschaftlichkeit und ökologischer Vertretbarkeit. Und in diesem Spannungsfeld bleiben viele Projekte auf der Strecke.

Das macht den Rohstoffmarkt für Laien so schwierig einzuschätzen. Zwischen Theorie und Praxis klafft oft eine große Lücke. Beispielhaft kann das gut an Kupfer demonstriert werden. Jährlich werden derzeit rund 21 Millionen Tonnen Kupfer in Minen gefördert. Laut der US-amerikanischen Behörde United States Geological Survey (USGS) belaufen sich die geschätzten weltweiten Kupfervorkommen oder auch Ressourcen aber auf 5,6 Milliarden Tonnen. Demnach würden die Vorkommen bei gleichbleibender Produktion für die kommenden 267 Jahre reichen. Doch das ist bloße Theorie. Denn die 5,6 Milliarden Tonnen, die im Englischen auch als „total resources“ bezeichnet werden, umfassen alle bekannten und errechneten Ressourcen, unabhängig von der technischen Realisierbarkeit ihres Abbaus und der Wirtschaftlichkeit. Werden diese Faktoren berücksichtigt, spricht man von den Reserven, und diese belaufen sich laut USGS auf derzeit rund 830 Millionen Tonnen. Damit reduziert sich die Reichweite von Kupfer auf rund 40 Jahre. Steigt die jährliche Produktion aufgrund größerer Nachfrage, etwa seitens der Autoindustrie, die Kupfer für Elektroautos benötigt, könnte es schon in zwei oder drei Jahrzehnten beim Kupfer knapp werden.

Aber auch das ist nur Theorie. In der Praxis werden die Reserven ständig erweitert. So bewegte sich die Reichweite von Erdöl von 1945 bis heute in einem Korridor zwischen 20 und 50 Jahren. „Grund hierfür ist, dass die Ölindustrie fortwährend exploriert, neue Lagerstätten entdeckt und technisch effizienter wird“, erklären die Experten von der BGR. Die Menge der Reserven konnte damit in der Vergangenheit trotz steigender Förderung erhöht werden. Der berühmt-berüchtigte „letzte Tropfen Öl“ ist damit erst einmal in die Ferne gerückt.

Reichweite als Hinweis für die Versorgungslage.

Die Reichweite gibt daher weniger darüber Auskunft, wie lange ein Rohstoffvorkommen noch reicht; sie ist eher eine Art Zustandsbeschreibung der betreffenden Industrie: Eine Änderung der Reichweite ist ein Zeichen dafür, ob in der Industrie ein nachlassendes oder steigendes wirtschaftliches Interesse an der Erschließung neuer Vorkommen herrscht. Vor diesem Hintergrund lohnt immer ein Blick auf die Entwicklung der Minenproduktion. So hat sich die Reichweite bei Kobalt seit dem Jahr 2000 deutlich verringert. Das stellt aber kein zunehmendes Desinteresse seitens der Industrie da, sondern ist auf eine Ausweitung der Produktion zurückzuführen, da es für viele technologische Produkte benötigt wird. Ebenso verhält es sich bei Lithium, das unter anderem in Batterien von Elektroautos zum Einsatz kommt. Auch wenn die Aussagekraft der Reichweite allein nicht ausreicht, um über die Begrenztheit eines Rohstoffs Auskunft zu geben, ist sie somit zugleich ein Hinweis, wie kritisch es um einen Rohstoff bestellt sein könnte, also letztendlich um die Versorgungssicherheit der Industrie. Eine Reichweite unter 50 Jahren in Kombination mit einer Ausweitung der Minenproduktion, die wiederum ein Indiz für eine steigende Nachfrage seitens der Industrie ist, ist als kritisch einzustufen. Sie ist damit auch ein möglicher Hinweis, dass diesem Rohstoff in näherer Zukunft größeres Preispotenzial zugetraut werden kann. Eine solche Situation finden wir augenblicklich bei einer ganzen Reihe von Rohstoffen, etwa bei Blei, Gold, Kobalt, Kupfer, Nickel, Silber, Zink und Zinn.

Exkurs: Die Grenzkosten als Preistrend bei Rohstoffen

Experten gehen davon aus, dass die Preise von Rohstoffen langfristig ihren Grenzkosten folgen. Die Grenzkosten errechnen sich aus den Förderkosten und den Nutzungskosten.

Die Förderkosten setzen sich aus den Aufwendungen für die Beförderung eines Rohstoffs an die Oberfläche und den anschließenden Transport zum Lagerort zusammen. Dazu zählen vor allem auch Ausgaben für Energie und Arbeitskräfte. Die Nutzungskosten ergeben sich dadurch, dass ein Rohstoff zu einem späteren Zeitpunkt nicht mehr zur Verfügung steht und dann keinen Gewinn mehr abwerfen kann, wenn er bereits heute abgebaut wird. Sie stellen eine Art Entschädigung dar, die ein Käufer zahlen muss, weil er zukünftigen Käufern sozusagen den Rohstoff weggenommen hat.

Die Nutzungskosten hängen damit auch sehr davon ab, ob durch technologische Entwicklungen und ökonomische Veränderungen ein Rohstoff in Zukunft begehrter oder weniger gefragt sein wird. Je begehrter er sein könnte, desto größer die aktuellen Nutzungskosten. Könnte hingegen ein Rohstoff bald durch einen anderen Rohstoff ersetzt – substituiert – werden, können die aktuellen Nutzungskosten sogar auf null fallen. Es gibt viele Faktoren, die die Nutzungskosten beeinflussen. Würde man alle kennen, sie berücksichtigen, und wären zudem alle Förderkosten für die Zukunft bekannt, könnte ein ökonomisches Modell konstruiert werden, mit dessen Hilfe der zukünftige Preis des Rohstoffs exakt vorhergesagt werden kann. Doch das ist nur eine theoretische Möglichkeit, da weder die Nutzungs- noch die zukünftigen Förderkosten genau zu bestimmen sind.

Elektromobilität könnte Ölnachfrage schwächen. Auch wenn die Entwicklung der Grenzkosten so nicht vorhersehbar ist, ergibt sich dennoch eine interessante Konsequenz: Da der Abbau der Rohstoffe tendenziell schwieriger wird, dürften in Zukunft auch die Förderkosten steigen. Dadurch sollten in der Regel auch die Grenzkosten steigen, und damit auch die Rohstoffpreise. Das ist aber nur dann der Fall, wenn zugleich die Nutzungskosten zumindest stagnieren. Wenn Öl etwa in Zukunft an Bedeutung verliert, weil die Elektromobilität die Nachfrage nach fossilen Brennstoffen schmälert, könnte der Ölpreis langfristig fallen. „Doch dies ist ein langfristiger Prozess“, erklärt Wirtschaftsprofessor Torsten Dennin gegenüber MÄRKTE & ZERTIFIKATE. „Erst ab 2030 könnte sich das Wachstum der Ölnachfrage dank Elektromobilität und anderer Faktoren deutlich abschwächen.“

Oder: Wenn es die Menschen eines Tages etwa schaffen, Rohstoffe im Weltall zu schürfen, ergeben sich ebenfalls völlig neue Rahmenbedingungen. Da die Rohstoffquelle dann quasi unendlich groß würde, müssten die Nutzungskosten stark fallen. Es blieben die Förderkosten, die durch technologischen Fortschritt aber ebenfalls gesenkt werden könnten.

Steigende Nachfrage trifft auf Investitionstief.

Der Markt könnte „vor dem Beginn eines neuen Rohstoffzyklus, einer mehrjährigen Periode steigender Preise stehen“, schreibt denn auch Torsten Dennin in seinem neuen Buch „Von Tulpen zu Bitcoins“ (siehe Seite 49). Der Wirtschaftsprofessor beschäftigt sich mit den langfristigen Trends am Finanz- und Rohstoffmarkt und sieht für die kommenden Jahre einen Favoritenwechsel am Markt. Waren es in den zurückliegenden Jahren vor allem Aktien, Anleihen und Immobilien, die gut gelaufen sind, könnte nun wieder verstärkt Geld in den Rohstoffmarkt fließen.

Dennin begründet seine Annahme unter anderem damit, dass mit Digitalisierung, Blockchain und Elektromobilität dem Markt eine deutlich wachsende Nachfrage nach vielen Rohstoffen bevorstehen könnte. Und diese Nachfrage trifft nach Einschätzung von Dennin gerade jetzt auf ein zyklisches Investitionstief in der Rohstoffindustrie:

In Zeiten hoher Rohstoffpreise investieren Minenbetreiber nämlich vermehrt in die Ausweitung der Förderung und in die Erschließung zusätzlicher Lagerstätten. Daraufhin steigt das Angebot, das Preisniveau der Rohstoffe erreicht einen Höhepunkt und beginnt zu sinken. In den Folgeperioden wächst das Angebot weiter an, während die Preise weiter sinken und schließlich unter die Kosten der Produktion fallen. Als Konsequenz schrumpft unter anderem durch Minenschließungen das Angebot, die Preise stabilisieren sich und beginnen wieder zu steigen.

In einer solchen Situation sehen viele Experten derzeit den Rohstoffmarkt, so auch Jim Rogers. In einem Gespräch mit MÄRKTE & ZERTIFIKATE sagt der bekannte Börsenexperte etwa mit Blick auf das durch das Fracking in den USA ausgelöste Mehrangebot an Öl auf dem Markt: „Der Ölpreis hat in den letzten Jahren einen Boden gebildet. Fracking hat dafür gesorgt, dass die Notierung kollabiert ist. Die Fracking-Produktion wird zurückgehen, und in diesem Zuge wird der Ölpreis wieder steigen.“

Exkurs: Über ETCs in Rohstoffe investieren

Mit physisch besicherten Finanzprodukten können Anleger in Energieträger und Metalle investieren. Rollverluste werden durch eine spezielle Strategie minimiert.

Anleger, die von steigenden Rohstoffpreisen ausgehen, können mit Exchange Traded Commodities (ETCs) auf die entsprechenden Rohstoffe setzen. Dabei handelt es sich um börsengehandelte Wertpapiere mit unbegrenzter Laufzeit, die sich 1:1 zu den entsprechenden Rohstoff-Futures entwickeln. ETCs sind, wie Zertifikate, rechtlich gesehen Schuldverschreibungen. Im Insolvenzfall des Emittenten kann es also zum Verlust des Kapitaleinsatzes kommen. Im Unterschied zu Zertifikaten können ETCs dies aber verhindern, da sie physisch besichert werden.

Für den gesamten Wert der ausstehenden ETCs hinterlegt BNP Paribas permanent Sicherheiten in Form von Wertpapieren, um den Anlegerschutz zu erhöhen. Diese Sicherheiten werden strikt getrennt von anderen Wertpapierbeständen von BNP Paribas in einem separaten Treuhanddepot in Deutschland und nach deutschen Recht hinterlegt. Das Eigentum an den Sicherheiten wird dabei im Wege der Sicherungsübereignung beziehungsweise –abtretung an die Treuhänderin übertragen. Die Sicherheiten werden im Falle einer Insolvenz der Emittentin veräußert und an die ETC-Anleger ausgeschüttet. Die Treuhänderin ist die Clearstream Frankfurt AG, eine 100-prozentige Tochter der Deutschen Börse AG. Anleger können die Produkte im regulierten Markt der Börse Frankfurt auf Xetra täglich handeln. Mit der jährlichen Verwaltungsgebühr von 0,99 Prozent pro Jahr sind bei ETCs von BNP Paribas alle Kosten, beispielsweise Besicherungsgebühren, abgegolten. Zusätzliche Kosten fallen also nicht an.

Besonderheit beim Rohstoffhandel. Bevor Anleger sich Rohstoffe wie Öl oder Industriemetalle ins Depot legen, sollten sie eine wichtige Besonderheit beachten. Beispiel Öl: Rohöl wird wie die meisten anderen Rohstoffe an der Terminbörse als Future gehandelt. Das ist im Prinzip ein Vertrag, der regelt, zu welchem künftigen Zeitpunkt und zu welchem Preis das Öl geliefert wird. Da Anleger nicht an der tatsächlichen Lieferung interessiert sind, „rollt“ der Emittent kurz vor Lieferfrist den Future in den nächstfälligen Kontrakt. Der Emittent verkauft also den alten Future, mit dem er gegenüber den Anlegern seine Zahlungsverpflichtungen absichert, und investiert den Erlös in den neuen Kontrakt. Ölfutures werden in der Regel monatlich gerollt.

Der Preis des neuen Futures ist zumeist ein anderer als der des verkauften. Kostet der nächstfällige Kontrakt mehr als der alte, kommt es zum Rollverlust für den Anleger. Diese Konstellation nennt man Contango. Sie tritt bei Öl häufig auf, da Rohöl bei einem späteren Liefertermin auch länger gelagert werden muss. Die dadurch entstehenden Kosten sind in den Preisen der Futures enthalten. Allerdings können Anleger auch Rollgewinne erzielen. Dies geschieht, wenn der neue Future preisgünstiger ist als der alte. Hier ist im Fachjargon von Backwardation die Rede. Ein möglicher Grund für so eine Situation könnte sein, dass die Marktteilnehmer davon ausgehen, dass sich die Ölförderung künftig erhöht und es damit zu einem größeren Angebot kommt. Die Contango-Situation kann die Performance eines Investments deutlich verschlechtern.

Rolloptimiert und währungsgesichert. Beim rolloptimierten Indexkonzept namens RICI Enhanced wird grundsätzlich in verschiedene Laufzeiten mit dem Ziel investiert, die Preisunterschiede innerhalb der verschiedenen Kontraktlaufzeiten zu glätten. Diese Vorgehensweise kann sich positiv auf die Rendite auswirken, insbesondere bei langfristig ausgerichteten Investments. BNP Paribas bietet besicherte ETCs auf Rohstoffe an, die dem rolloptimierten RICI-Enhanced-Indexkonzept folgen.

Anleger sollten beachten, dass die RICI Enhanced ETCs, wie die zugrundeliegende Rohstoffe auch, in US-Dollar notieren. Für Investoren aus dem Euroraum heißt das: Steigt der US-Dollar im jeweiligen Anlagezeitraum gegenüber dem Euro, kommt es zu Währungsgewinnen; verliert er hingegen an Wert, entstehen Währungsverluste. Darum hat BNP Paribas das Produktangebot um EUR Hedge ETCs erweitert. Sie sind gegenüber möglichen Verlusten, die sich aus einer ungünstigen Entwicklung von EUR/USD ergeben könnten, währungsgesichert.

Das Problem liegt auf der Hand.

Trifft das auch auf Sand und Kies zu? Derzeit verbraucht die Welt rund 30 bis 50 Milliarden Tonnen Sand und Kies im Jahr, so genau weiß das niemand. In den zurückliegenden 20 Jahren hat sich der Bedarf an Sand und Kies verdreifacht. Geht es in diesem Tempo weiter, wird es in einigen Jahrzehnten keine Sandstrände mehr geben, denn sie sind häufig die wichtigsten natürlichen Sandvorkommen, die zum Bauen verwenden werden. Auch wenn es noch keinen akuten Mangel an Sand und Kies gibt, das Problem liegt auf der Hand. Die Preise steigen, Bauen wird teurer. „Sand, das ist das Gold der Zukunft“ – der Ausspruch des Grubenbesitzers, den wir am Anfang unserer Recherche besucht haben, wird uns langsam verständlich.

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