Titelthema Oktober – Orientierung im Klimawandel – Raue Zeiten

Der Klimawandel stellt Menschen und Wirtschaft vor große Herausforderungen. Doch es gibt neben vielen Risiken auch Chancen, die Unternehmen nutzen können. MÄRKTE & ZERTIFIKATE auf Orientierungsreise am Walchensee.

An einem sonnigen Samstagvormittag überqueren wir den Pass zwischen Herzogstand und Jochberg. In einer Höhe von rund 900 Metern geht die Bundesstraße 11 in eine scharfe Rechtskurve über und windet sich in Serpentinen den Berg hinab, Richtung Urfeld. Langsam öffnet sich der Blick auf den von Bergen umrahmten Walchensee. Herrlich. Unfassbar schön. Trotz unzähliger Touristen strömt der Ort eine erstaunliche Ruhe aus. Doch die täuscht, wie wir auf einer Informationstafel erfahren, an der wir kurz hinter der Passhöhe haltmachen. Denn irgendwo unter uns rauschen gigantische Wassermassen durch den Fels. Durch sechs Röhren, jede von ihnen misst zwei Meter im Durchmesser, schießt das Wasser aus dem Walchensee in den rund 200 Meter tiefer gelegenen Kochelsee. Dabei treibt es acht Turbinen an, die zur Stromerzeugnis genutzt werden. Mit einer Leistung von 125 Megawatt ist das Walchenseekraftwerk eines der größten Speicherkraftwerke in Deutschland.

Das Tempo nimmt zu.

Das Kraftwerk am Walchensee, in den 1920er-Jahren gebaut, war einst Symbol für die Elektrifizierung Bayerns. Von Klimawandel und erneuerbaren Energien war damals noch nicht die Rede. Dabei ist das Kraftwerk gerade unter diesem Aspekt heute hochaktuell und steht symbolisch für die Energiewende (siehe dazu auch Seite 12), das zentrale Thema rund um die Diskussionen, was wir Menschen tun können, um das Weltklima langfristig stabil zu halten.
Dabei ist längst klar, auf der Erde wird es wärmer. Das ist grundsätzlich nichts Neues in der Erdgeschichte. Warm- und Kaltzeiten haben sich schon immer über die vielen Jahrmillionen abgewechselt. Doch Sorge bereitet den Experten vor allem das Tempo der derzeitigen Erwärmung. Was früher viele Tausende von Jahren gedauert hat, passiert heute in wenigen Jahrzehnten mit zunehmendem Tempo. Seit den 1960er-Jahren war jede folgende Dekade wärmer als die vorherige. Und die bisherigen Daten für das laufende Jahrzehnt deuten darauf hin, dass auch 2011 bis 2020 einen neuen Höchststand markieren wird. So war 2018 das sechstwärmste Jahr der letzten 40 Jahre. Und das ist keine Ausnahme, die 20 wärmsten Jahre seit Beginn der Aufzeichnungen Mitte des vorletzten Jahrhunderts liegen alle in der Periode seit 1990.

Starkes Wachstum bei Klimaschutzmärkten.

Um diesen Trend aufzuhalten, trafen sich im Dezember 2015 die Abordnungen von 197 Ländern in Paris zur 21. UN-Klimakonferenz. Am Ende der mehrtägigen Veranstaltung stand ein Abkommen, das als Erfolg angesehen werden kann. Die teilnehmenden Staaten einigen sich darauf, Maßnahmen zu treffen, um die globale Erwärmung im Schnitt auf deutlich unter zwei Grad Celsius, wenn möglich auf 1,5 Grad Celsius, zu beschränken. Zudem verpflichtet das Abkommen die Länder dazu, eigene Klimaziele auszuarbeiten und umzusetzen. In diesem Punkt unterscheidet sich das Abkommen von Paris wesentlich vom Vorläufer aus dem Jahr 1997, dem Kyoto-Protokoll, das keine verbindliche Selbstverpflichtung der Länder zur Erreichung von Klimazielen vorsah (siehe Seite 9). Durch die in Paris deklarierte Selbstverpflichtung erhöht sich die Chance, dass die Länder ihre Ziele auch umsetzen. So wurden in der Folge in vielen Ländern Klimaziele bereits in national verbindlichen Gesetzen und Vorschriften verankert.
Werden Klimaziele aber auf nationaler Ebene angegangen und konkret umgesetzt, hat das auch unmittelbare Folgen für Wirtschaft und Unternehmen. Während auf der einen Seite bestimmte Produkte und Produktionsverfahren sukzessive eingeschränkt werden, um etwa den Ausstoß von Kohlendioxid, eines der wichtigsten sogenannten Treibhausgase, zu reduzieren, eröffnen sich auf der andere Seite neue Möglichkeiten und Wachstumschancen. Belief sich das weltweite Marktvolumen von Klimaschutzgütern und entsprechenden Dienstleistungen im Jahr 2013 auf rund 1,9 Billionen Euro, könnte das Volumen im Jahr 2030 laut einer Prognose des deutschen Umweltbundesamts auf über 5,4 Billionen Euro steigen. Das entspräche einem jährlichen Wachstum von über sechs Prozent. Dabei weisen insbesondere die Märkte für Kreislaufwirtschaft, Rohstoff- und Materialeffizienz und nachhaltige Mobilität ein stark überproportionales Wachstumspotenzial auf. Aber auch die Märkte für Energieeffizienz und Energieerzeugung, -speicherung und –verteilung liegen mit fünf beziehungsweise sechs Prozent über dem gesamtvolkswirtschaftlichen Durchschnitt.
Die vom Bundesamt untersuchten Klimaschutzmärkte stellen aber nur einen Teil der Veränderungen unserer Wirtschaft dar. Letztendlich wird es in nahezu allen ökonomischen Bereichen zu Verlagerungen kommen, und diese werden auch unser ganz alltägliches Leben, etwa unsere Ernährung und unsere Fortbewegung, beeinflussen.

Auf die Ernährung kommt es an.

Wir verlassen die Informationstafel kurz hinter der Passhöhe zwischen Herzogstand und Jochberg. In scharfen Serpentinen geht es runter nach Urfeld. Linker Hand der Walchensee, rechter Hand die Berghänge des Herzogstands. Wir machen halt in einem Restaurant, das direkt am See liegt. Eine kleine Pause nach all den Kurven tut gut. Wir schauen auf die Speisekarte. Frischer Fisch, das obligatorische Schnitzel, Krustenbraten, Leberkäse und Haxen – ganz schön fleischlastig. Dabei ist Fleisch, unsere Art der Ernährung, nach der Energiewende der zweite große Themenkomplex in Sachen Weltklima. Man mag es kaum glauben, aber die Abholzung der Wälder und die Landwirtschaft sind nach der Stromerzeugung der größte Emittent von klimaschädlichen Treibhausgasen.
Rund 24 Prozent der weltweiten Emissionen gehen laut Einschätzungen von Experten auf das Konto von Entwaldung und landwirtschaftlicher Nutzung. Dabei gehen beide oft Hand in Hand. Denn die Produktion von Fleisch, die Tierzucht, verbraucht viel Land, entweder zum Anbau von Futterpflanzen oder als Weideland. Allein die Massentierhaltung soll laut der UNO für etwa 15 Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen verantwortlich sein. Ein Weg, den Klimawandel effizient zu bekämpfen, wäre wohl, wenn die Menschen deutlich weniger Fleisch und mehr vegetarische und vegane Nahrung essen würden (siehe auch Kasten).

Die „Geschichte“ des Klimawandels

Gibt es einen Treibhauseffekt? Und inwieweit ist der Klimawandel überhaupt auf menschliches Handeln zurückzuführen? Fragen, die seit Mitte der 1970er-Jahre auf einer Vielzahl von Expertenveranstaltungen immer wieder diskutiert werden. Dabei gilt die Konferenz von Villach im Jahr 1985 in zweifacher Hinsicht als Durchbruch. Zum einen wurde eine Studie vorgestellt, die aufgrund neuer Berechnungsmodelle zu dem Ergebnis kam, dass die Erderwärmung viel schneller vonstattengehen wird als ursprünglich angenommen. Zum anderen gab es einen Konsens über diese Studie unter den Forschenden. Sie appellierten zugleich erstmals an die Politik, Maßnahmen gegen die Treibhausgasemissionen zu unternehmen.

Erstes Klimaabkommen von 1992. Als Reaktion auf die Konferenz von Villach wurde 1988 der Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) gegründet. Im Deutschen wird der IPCC oft als „Weltklimarat“ bezeichnet. Der IPCC ist eine Zusammenarbeit des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP) und der Weltorganisation für Meteorologie (WMO). Er hat die Aufgabe, wichtige wissenschaftliche Erkenntnisse aus der Klimaforschung aufzuarbeiten und für Politik und Gesellschaft zur Verfügung zu stellen. 1992 wurde mit der Unterzeichnung der United Nations Framework Convention on Climate Change (UNFCCC) schließlich das erste international gültige Klimaabkommen geschlossen. Es wurde von 154 Staaten unterzeichnet. Die UNFCC gilt als die Mutter aller späteren Klimaabkommen und als Gründungsveranstaltung für die nachfolgenden Klimakonferenzen, die seit Mitte der 1990er-Jahre von den Vereinten Nationen (UN) ausgerichtet werden.

UN-Klimakonferenzen – langsame Annäherung. 1995 fand in Berlin die erste UN-Klimakonferenz statt. 1997, auf der dritten Klimakonferenz, kam es schließlich in Japan zur Unterzeichnung des Kyoto-Protokolls, das erstmals völkerrechtlich verbindliche Zielwerte für den Ausstoß von Treibhausgasen in den Industrieländern festlegte. 2015 fand dann in Paris die 21. UN-Klimakonferenz statt. Insgesamt gab es bislang 24 UN-Klimakonferenzen. Kritiker verweisen darauf, dass viele dieser Konferenzen ergebnislos verlaufen, Befürworter sehen hingegen die Chance, dass sich die Staaten in ihren Vorstellungen, ob und wie der Klimawandel gestoppt werden kann, langsam aber sicher annähern. Allerdings drängt die Zeit, seit der Konferenz in Villach hat sich der Ausstoß von Kohlendioxid von sechs auf rund zwölf Gigatonnen im Jahr nahezu verdoppelt.

Klimaschutzmarkt nachhaltige Mobilität

Unter dem Schlagwort „neue Mobilitätskonzepte“ wird eine Vielzahl von Alternativen zum aktuellen Straßenverkehr diskutiert. Der Elektroantrieb ist da nur ein Teilaspekt. Am Ende geht es aber um viel mehr als nur um eine neue Antriebsart. Vor allem in den Großstädten wird nach neuen Besitzkonzepten gesucht. Sie fußen auf der Überlegung, dass ein Auto von vielen Menschen geteilt wird. Keiner besitzt mehr ein Auto für sich allein, sondern mietet es, wenn er es braucht (Stichworte „Carsharing“ und „Sharing Economy“), oder lässt sich von einem anderen Autofahrer mitnehmen. Letzteres wird etwa über die digitale Plattform von Uber organisiert, einem Dienstleistungsunternehmen aus San Francisco. All diese Konzepte haben zum Ziel, die Anzahl der Autos in einem Ballungsraum zu reduzieren. Weniger Autos transportieren mehr Menschen, so der einheitliche Nenner der neuen Mobilitätskonzepte, und am Ende sollen so auch weniger Treibhausgase ausgestoßen werden.

Wasserstoff für mehr Elektromobilität.

Wir bestellen uns im Restaurant am Walchensee schließlich einen großen Salat mit Radieschen, Gurken und Ananasstücken. Beim Essen kommen wir ins Diskutieren. Salat, Radieschen, Gurken, Ananas – sie wachsen nicht am Walchensee. Sie wurden hergebracht, mit dem Auto. Dabei ist der Verkehr ebenfalls ein großer Emittent von Treibhausgasen. Experten sind sich deswegen sicher, dass sich unsere Art der Fortbewegung in den kommenden Jahren grundlegend ändern wird (siehe Kasten linke Seite). Eine zentrale Rolle könnte dabei das Elektroauto einnehmen. Es könnte eines Tages den Verbrennungsmotor vollständig verdrängt haben. Doch auf dem Weg dahin gibt es eine große Frage zu lösen: Mit welchem Energiespeicher werden wir ins Zeitalter der Elektromobilität durchstarten? Die Antwort derzeit ist klar: Wir wissen es noch nicht. Dabei ist der Energiespeicher zur Erzeugung der Antriebs­energie der alles entscheidende Baustein beim Elektroauto. Er ist maßgeblich dafür, wie weit ein Auto mit einer „Tankfüllung“ fahren kann, und für die Akzeptanz der Autofahrer. Und damit ist der Energiespeicher auch der Baustein, an dem es liegen wird, wie zügig Elektroautos den Verbrennungsmotor verdrängen können.
Bei den derzeit eingesetzten Lithium-Ionen-Batterien sehen Experten in Sachen Reichweite noch Leistungspotenzial nach oben, aber die Luft wird zunehmend dünner. Wasserstoff wäre eine mögliche Alternative. In Kombination mit einer Brennstoffzelle liefert Wasserstoff jede Menge elektrische Energie für den Motor eines Elektroautos. Das macht zum Beispiel die deutsche Bundesregierung zuversichtlich. Sie fördert seit vielen Jahren Forschungen zum Einsatz von Wasserstoff im Auto.

Beim Essen auf das Klima achten

In Deutschland ist der Fleischkonsum zwar leicht rückläufig, weltweit betrachtet ist in den kommenden Jahren aber mit einer weiteren Steigerung der Fleischproduktion zu rechnen – und damit mit noch mehr Emissionen von Treibhausgasen. Um diese Entwicklung abzuwenden, müsste sich die Ernährung der Menschheit drastisch ändern. Laut Forschern dürfte jeder Mensch nur noch etwa 300 Gramm Fleisch pro Woche essen, um schwere Umweltschäden in Zukunft zu vermeiden – das entspricht einem Steak. Jeder Deutsche isst derzeit jedoch rund 1,15 Kilo Fleisch pro Woche.
Doch der Verzicht auf Fleisch ist nur ein Mittel, um den Ausstoß von Treibhausgasen bei der Ernährung zu reduzieren. Welches Essen wie viel Kohlendioxid produziert, erfahren Interessierte auf www.klimatarier.de. Mithilfe eines „Kohlendioxid-Rechners“ können die wichtigsten Nahrungsgruppen analysiert werden.

Klimaschutzmarkt Energiespeicherung

Die Produktion von Strom durch erneuerbare Energien unterliegt natürlichen Schwankungen. Mithilfe von Energiespeichern müssen diese ausgeglichen werden. Nur so ist die Energiewende möglich.

Die umweltfreundliche Erzeugung von Energie steht und fällt mit der Möglichkeit, produzierten Strom zu speichern. Weil Sonne, Wind und Wellen nicht gleichmäßig arbeiten und natürlichen Schwankungen unterliegen, muss Strom, der mit ihrer Hilfe gewonnen wird, so lange gespeichert werden, bis er benötigt wird. Ohne Speicher gibt es keine Energiewende, so die einfache aber durchaus problematische Erkenntnis der Experten. Deswegen wird weltweit an der Entwicklung von Speichertechnologien getüftelt.

Die zweite Phase der Energiewende. Wie wichtig dieser Markt ist, zeigt auch eine aktuelle Studie der Bank of America. „Energiespeicher werden in den 2020ern die zweite große Phase der Energiewende einläuten“, schreiben die Autoren. Dabei gibt es grundsätzlich zwei Problemfelder zu lösen. Einerseits müssen technologische Herausforderungen bewältigt werden, sprich es müssen leistungsstarke Speicher zur Verfügung stehen, die in der Lage sind, große Mengen an Strom aufzunehmen und über einen längeren Zeitraum zu speichern. Andererseits müssen die Preise für diese Speicher und damit für den gespeicherten Strom fallen. Nur so ist die Energiewende bezahlbar. Letzteres sieht die Bank of America in ihrer Studie durchaus gegeben. Schon in den nächsten fünf Jahren sollen die Kosten für die Zukunftstechnologie um 50 Prozent fallen, stellen die Autoren in Aussicht. Dadurch wird das Marktvolumen für Energiespeicher bis 2030 auf mindestens 27 Milliarden US-Dollar weltweit anwachsen. Schon heute werden weltweit Projekte zur Errichtung von Speichern in einer Umsatzhöhe von knapp 25 Milliarden US-Dollar in 2025 anvisiert.

Batterien gegen Schwankungen im Netz. Dabei handelt es sich häufig um Lithium-Ionen-Batterien-Projekte, die in großen parkähnlichen Anlagen aufgebaut werden. So etwa in der Lausitz. Neben dem Braunkohlekraftwerk Schwarze Pumpe nahe der brandenburgischen Stadt Spremberg werden auf einer Fläche von rund 7.000 Quadratmetern 13 Container mit Lithium-Ionen-Batterien aufgebaut. Ab Sommer 2020 soll das auf 53 Megawatt angelegte Projekt überschüssigen Strom speichern. „Der auf der Lithium-Ionen-Technologie basierende Speicher wird die Stromerzeugung weiter flexibilisieren und dabei helfen, das Stromnetz gegen Schwankungen abzusichern“, sagen die Planer.
Ähnlich, nur um einige Nummern größer, ein Projekt in Australien: Herzstück der von der französischen Neoen betriebenen Hornsdale Power Reserve sind Lithium-Ionen-Batterien, die Tesla geliefert hat. Die Akkuzellen stammen allerdings nicht von kalifornischen Autobauer, sondern von Samsung. Gemeinsam können sie bis zu 100 Megawatt leisten. Das Projekt im Süden des Kontinents soll dazu beitragen, die Region zukünftig ausschließlich mit erneuerbaren Energien zu versorgen. Überschüssiger Strom vor allem aus der Windkraft wird gespeichert und im weiteren Tagesverlauf bei kurzfristig wachsender Nachfrage wieder abgegeben. So können bis zu 70 Megawatt über zehn Minuten in das Netz eingespeist werden.

Aufbau von Langzeitspeichern. Doch Lithium-Ionen-Batterien sind nur die erste Stufe des Auf- und Ausbaus der Speichertechnologie. Diese Batterietechnologie dient vor allem dazu, Netzschwankungen bei der Erzeugung von Strom mit erneuerbaren Energien abzufedern. Doch mittelfristig geht es um viel mehr, nämlich um die Speicherung von Strom über einen längeren Zeitraum. Das können einige Stunden, aber auch Tage und Wochen sein. „Durch die Nutzung von Langzeitspeichern ist es insbesondere möglich, saisonale Überschussproduktionen aus jahreszeit- und witterungsabhängigen erneuerbaren Energiequellen wie Wind und Sonnenstrahlung für solche Zeiten zu speichern, in denen die Energieproduktion geringer ist als der Strombedarf“, heißt es dazu in einer Ausarbeitung der Wissenschaftlichen Dienste des Deutschen Bundestags. Experten sprechen in diesem Zusammenhang von der Phase 3 der Energiewende (siehe Kasten unten). In diesem Zeitraum werden Langzeitspeicher aufgebaut, die vor allem mit Wasserstoff, synthetischem Gas oder Kraftstoffen arbeiten. Aber auch der Walchensee rückt unter diesem Aspekt wieder in den Fokus. Denn letztendlich ist er nichts anderes als ein großer Energiespeicher, denn in seinen Wassermassen schlummert der Strom für Tausende von Haushalten, und das ganz ohne klimaschädliche Emissionen zu produzieren.

Den Klimawandel aufhalten.

Wir haben unseren Salat aufgegessen und werfen einen kurzen Blick auf das Smartphone. Ein Freund hat ein lustiges Video gepostet. Wir lachen. Doch eigentlich ist die Sache ernst und nicht zum Lachen. Denn der globale Austausch von Daten über das Internet hat sich längst zu einem weiteren wichtigen Belastungsfaktor für das Weltklima entwickelt. Experten gehen davon aus, dass die digitale Welt mit all ihren Möglichkeiten und Produkten für rund vier Prozent der globalen Emissionen von Kohlendioxid verantwortlich ist. Vor allem Bewegtbilder, also Videos, benötigen eine Unmenge an Daten, die gespeichert und transportiert werden müssen – und das verbraucht Strom. So wurden im zurückliegenden Jahr allein durch Online-Videos schätzungsweise rund 300 Millionen Tonnen Kohlendioxid produziert, so viel wie in Spanien in einem Jahr.
Schnell schalten wir unser Smartphone wieder aus. Man muss nicht immer online sein und sich jedes Video anschauen. Wir fahren weiter. Nach einigen Kilometern verschwindet der Walchensee aus unserem Blickfeld. Doch uns ist klargeworden, der See ist viel mehr als nur ein wunderschönes Ausflugsziel. Er steht symbolisch für die Energiewende und bietet Antworten auf die Frage, wie wir in Zukunft leben müssen, um den Klimawandel aufzuhalten.

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Von |2020-01-31T09:12:38+01:0019. September 2019|