Schwindende Risikofaktoren bringen Fantasie in Dow Jones

Robuster als befürchtet: Obwohl sich die US-Konjunktur in der Spätphase des Aufschwungs befindet und sowohl Arbeitslosenquote als auch Kapazitätsauslastungen dies schon seit Monaten signalisieren, ist die US-Konjunktur nicht totzukriegen. Im Januar hat die Industrie in den USA überraschend mehr Aufträge an Land gezogen – die Bestellungen langlebiger Güter legten um 0,4 Prozent zu. Das ist umso verwunderlicher, als Experten zuvor einen Rückgang um 0,5 Prozent erwartet hatten. In Spätphasen einer Hausse können jedoch auch vermeintlich gute Nachrichten auf dem Parkett für Unruhe sorgen. Insbesondere dann, wenn Inflation droht. Doch auch diese bleibt auf einem moderaten Niveau. Dies lässt den Notenbanken Spielraum und gibt auch dem Aktienmarkt Luft für Kursgewinne.

Signale der Entspannung

Dieses Potenzial scheint insbesondere nach der Korrektur 2018 noch immer vorhanden zu sein. Hinzu kommt, dass sich weltpolitische Risikofaktoren aktuell in Luft aufzulösen oder zumindest zu verschieben scheinen. Beispiele sind der Brexit – einen Austritt ohne Regelung soll es nicht geben – oder auch der Handelskrieg der USA mit China. Ende 2018 signalisierten die Handels- und auch die Konjunkturdaten bereits, wie hoch US-Präsident Donald Trump mit seinen Drohungen pokert. Nun sind beide Parteien am Verhandlungstisch und senden ab und an versöhnliche Signale. Die Eskalation erscheint heute weniger wahrscheinlich, wenngleich nicht ausgeschlossen. Für Aktien aus den USA ist das ein gutes Signal. Die Hochs von 2018 sind nahe, das Potenzial für Kurssteigerungen ist da.