Weshalb der Zickzack-Kurs des DAX noch anhalten dürfte

Nun ist es so weit: Wie befürchtet weist jetzt auch zwischen Kiel und Konstanz der Anstieg der Corona-Neuinfektionen ein beängstigendes Niveau auf. Dass ein erneuter bundesweiter Lockdown beschlossen wird, ist zwar unwahrscheinlich, sollte aber zumindest nicht ausgeschlossen werden.

Achterbahnfahrt könnte sich fortsetzen

Kein Wunder, dass der DAX daher zuletzt ein wenig an Fahrt verloren hat. Zumal: Nicht nur das Coronavirus verunsichert derzeit die Märkte. Auch die nicht enden wollende Diskussion rund um den Brexit schwebt nach wie vor wie ein Damoklesschwert über den Märkten. Und dass in knapp zwei Wochen in den USA die Präsidentschaftswahl ansteht, sorgt ebenfalls nicht für Ruhe. Dennoch: Trotz aller Krisenherde erscheint ein DAX-Einbruch wie im Frühjahr äußerst unwahrscheinlich. Fakt ist: Zahlreiche der jüngst veröffentlichten Wirtschaftsindikatoren wie etwa die Auftragseingänge der deutschen Industrie signalisieren einen recht stabilen Konjunkturverlauf. Hinzu kommt, dass die Geldpolitik der Zentralbanken extrem expansiv und ein Ende der Niedrigzinsphase derzeit noch nicht in Sicht ist. Attraktive Alternativen zum Aktienmarkt sind und bleiben daher wohl noch eine Weile rar. Welche Richtung der DAX in den kommenden Tagen und Wochen einschlagen wird, wird aber auch von der nun angelaufenen Berichtssaison bestimmt. Ob die Quartalszahlen unter dem Strich die Erwartungen treffen, schlechter oder besser ausfallen werden, steht derzeit aber naturgemäß noch in den Sternen – und ist ein weiterer Grund, weshalb der Zickzack-Kurs des DAX noch anhalten dürfte.