US-Aktienmarkt präsentiert sich überaus robust, zumindest noch

Die zahlreichen Unsicherheitsfaktoren der vergangenen zwölf Monate haben sich – das wäre aber auch zu schön gewesen – im neuen Jahr nicht in Luft aufgelöst. Noch immer hält der nicht enden wollende Handelsstreit zwischen China und den USA die Märkte in Atem. Und noch immer sorgt das ungewisse Brexit-Ende für Unruhe. Erschwerend kommt nun noch hinzu, dass sich der US-Regierungsstillstand – aktuell befinden sich Medienberichten zufolge knapp 400.000 Bundesangestellte im unbezahlten Urlaub – in die dritte Woche zieht und ein Ende derzeit nicht in Sicht ist. Während US-Präsident Donald Trump nach wie vor viele Milliarden Dollar für den Bau einer Mauer zu Mexiko fordert, lehnen die Demokraten das Trump-Vorhaben weiterhin ab. Dass die Weltbank jüngst ihre 2019er-Wachstumsprognose für die USA auf 2,5 Prozent nach unten korrigierte, dürfte bei Anlegern ebenfalls nicht allzu gut angekommen sein.

Fed-Spekulationen stützen Kurse

An sich sollte die Nachrichtenlage den Bären Rückenwind verleihen, doch das Gegenteil ist der Fall: Der US-Aktienmarkt startete recht robust ins neue Jahr. Dabei dürften zum einen Spekulationen, wonach die US-Notenbank 2019 weniger restriktiv agieren könnte als noch vor wenigen Wochen gedacht – sogar über eine mögliche Leitzinssenkung wurde schon laut nachgedacht – die Kurse beflügelt haben. Zudem haben sich die beiden Handelsstreit-Kontrahenten China und USA zuletzt wohl wieder etwas angenähert. Nun von einem möglichen Ende des Handelsstreits zu sprechen erscheint aber etwas verfrüht. Die Lage am US-Aktienmarkt könnte daher volatil bleiben.