Dow-Jones-Aufwärtstrend könnte – muss aber nicht – anhalten

Die recht erfreuliche Entwicklung des US-Aktienmarkts wirft bei zahlreichen Anlegern Fragen auf. Kein Wunder, schließlich lauern gerade in den USA einige Gefahren, die auch den Dow Jones belasten könnten. Sorge bereitet vor allem das Coronavirus, weisen die Corona-Neuinfektionszahlen doch vor allem in den Vereinigten Staaten ein nach wie vor beunruhigendes Niveau auf. Dass sich die Beziehungen zwischen den beiden Streithähnen USA und China nach dem China-Sicherheitsgesetz für Hongkong und dem US-Sanktionsgesetz gegen China weiter verschärft haben, macht ebenfalls nicht allzu viel Mut.

Wachsamkeit ist gefragt

Auf der anderen Seite gibt es aber natürlich auch gute Gründe, weshalb sich der Dow-Jones-Index in so prächtiger Verfassung präsentiert. Fakt ist: Um die negativen Auswirkungen der Coronakrise zu begrenzen, hat nicht nur die Regierung zahlreiche Hilfspakete geschnürt, die US-Notenbank Fed hat den Markt auch mit reichlich Liquidität versorgt. Und: Über kurz oder lang wird davon ein nicht unerheblicher Anteil am Aktienmarkt investiert. Hinzu kommt: Einige der jüngst veröffentlichten Konjunkturindikatoren signalisieren recht ermutigende Signale. So verzeichnete etwa die US-Industrieproduktion im Juni mit einem Plus von 5,4 Prozent gegenüber dem Vormonat einen höheren Anstieg, als vorab erwartet worden war. Sollte nun auch die laufende Berichtssaison besser ausfallen als gedacht, könnte der Dow Jones durchaus noch Luft nach oben haben. Sicher ist aber in der aktuellen Krise vor allem eines: dass nichts sicher ist. Anleger sollten also weiterhin sehr wachsam bleiben.

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