Gold schwächelte zuletzt, dennoch lohnt ein Blick auf das Metall

Wer Anfang 2020 auf Gold gesetzt hat, dürfte keinen Grund zur Klage haben, zählt das Edelmetall mit einem Plus von weit über 20 Prozent doch zu den erfolgreichsten Anlagen des laufenden Jahres. Dass Gold in den kommenden knapp elf Monaten erneut einen Kursgewinn von über 20 Prozent aufweisen wird, sollten Anleger zwar nicht unbedingt einplanen, doch ein Minus von über 20 Prozent erscheint noch unwahrscheinlicher. Unter dem Strich sind die Rahmenbedingungen für einen anhaltenden Aufwärtstrend nach wie vor intakt.

Weshalb Gold wieder zulegen könnte

Wie so häufig in der Vergangenheit ist Gold seinem Ruf als sicherer Anlagehafen auch in der aktuellen Krise gerecht geworden. Zwar büßte das Edelmetall seit dem Rekordhoch im August ein wenig an Wert ein – da zahlreiche Entwicklungen rund um den Globus für ein nach wie vor unsicheres Umfeld sorgen, ist nun aber kein nachhaltiger Abwärtstrend zu erwarten. Im Gegenteil: Gestützt werden könnte der Kurs zum einen vom schwächelnden Dollar, der auch in den kommenden Tagen – zumindest aber bis zur US-Wahl am 3. November – in Deckung bleiben könnte. Hinzu kommt die ultra-lockere Geldpolitik der wichtigsten Notenbanken inklusive der anhaltenden Befürchtung einer steigenden Inflation. So dürfte etwa die US-Notenbank Fed wohl bis 2023 den Leitzins von derzeit 0 Prozent nicht erhöhen. Damit einhergehend dürften auch die Renditen auf niedrigem Niveau verharren und die Opportunitätskosten von Gold gering bleiben. Kurzum: Angesichts dieser Gemengelage könnte Gold sich wieder in Richtung Allzeithoch aufmachen.