Nach jüngster Korrektur ist zumindest eine Stabilisierung in Sicht

Nun also doch. Obwohl der Ölpreis in jüngster Vergangenheit einen beispiellosen Kursverfall hinnehmen musste, hat die Organisation der Erdöl exportierenden Länder (OPEC) lange Zeit die Füße still gehalten. Am Mittwoch kam dann doch noch die erhoffte Reaktion des Ölkartells.

OPEC beruhigt Markt

Der Reihe nach: Seit dem Hoch Anfang Oktober büßte Öl der Nordseesorte Brent rund 20 Prozent an Wert ein. Vor allem die schwächelnde globale Nachfrage, steigende Rohöllagerbestände und die nicht ganz so hart wie ursprünglich kommunizierte Sanktionspolitik der USA gegen den Iran dürften den Kurs belastet haben. Dass US-Präsident Donald Trump per Twitter die OPEC und Saudi-Arabien dazu aufforderte, auf eine Drosselung der Fördermenge zu verzichten, dürfte den Preis ebenfalls nicht gestützt haben. Angesichts des Ölpreisverfalls stellte Saudi-Arabien zu Wochenbeginn eine Förderkürzung von bis zu einer Million Barrel pro Tag in Aussicht.
Nachdem die OPEC sich lange zurückhielt, meldete sich am Mittwoch Suhail Al Mazrouei, Ölminister der Vereinigten Arabischen Emirate und OPEC-Präsident, zu Wort: „Wir haben in der Vergangenheit gekürzt, um das Marktgleichgewicht herzustellen – und wenn wir die Produktion kürzen müssen, um den Markt im Gleichgewicht zu halten, werden wir das tun“. Ein anhaltender Ölpreisverfall dürfte damit zunächst vom Tisch sein, eine Rally ist nun aber auch nicht zu erwarten; zumal die OPEC in ihrem am Dienstag veröffentlichten Monatsbericht die Nachfrageprognose für 2019 auf 31,5 Millionen Barrel nach unten schraubte.

OPEC - Abbildung Investitionen