Kurz- und mittelfristige Gold-Aussichten könnten kaum besser sein

Geht es an den Kapitalmärkten hektisch zu, steuern Anleger in der Regel den vermeintlich sicheren Goldhafen an. Auch in der aktuell turbulenten Phase ist Gold seinem Ruf als Krisenmetall mal wieder gerecht geworden, weist der Kurs des Edelmetalls seit Jahresbeginn doch ein recht deutliches Plus auf. Und: Allzu viele Gründe, weshalb dieser Aufwärtstrend – kurze Kursdellen inklusive – enden könnte, existieren derzeit nicht.

Mögliche Kursstützen

Für Gold spricht nicht nur die nach wie vor präsente Corona­krise. Kurz- und mittelfristig dürfte das Edelmetall vielmehr von den weltweit auf den Weg gebrachten wirtschaftsstimulierenden Maßnahmen profitieren. Vor allem die extrem expansive Geldpolitik der Zentralbanken dürfte den Goldkurs stützen. Denn zum einen könnte die ultra-lockere Geldpolitik über kurz oder lang die Inflation beflügeln. Zudem entgeht einem Anleger in einer Niedrigzinsphase wenig an Ertrag, wenn er in zinsloses Gold investiert. Hinzu kommen die weltweit gigantischen und schuldenfinanzierten Konjunkturpakete, deren Folgen noch nicht absehbar sind – die mit Sicherheit aber dazu beitragen dürften, dass krisenfeste Anlagen wie Gold nicht an Attraktivität verlieren. Dass in nicht allzu ferner Zukunft der Handelsstreit der beiden Streithähne USA und China wieder ein wenig mehr Fahrt aufnehmen könnte und damit einhergehend auch die Sorgen zahlreicher Anleger wieder zunehmen, sollte ebenfalls nicht ausgeschlossen werden – und könnte Gold zusätzlich beflügeln. Gleiches gilt selbstverständlich auch für eine befürchtete zweite Corona­welle.