Covid-19 hat die Einstellung der Börsianer zum Edelmetall geändert

Ende Februar war der Palladiumpreis steil nach oben geprescht. Schon damals war relativ wahrscheinlich, dass die Entwicklung nicht ewig so würde weitergehen können. Palladium ist ein Edel- metall und wird wie auch Platin in Katalysatoren verwendet – diese Eigenschaft als Industriemetall wurde dann vielen Investoren im Zuge der Coronakrise ins Gedächtnis gerufen, der steile Aufwärtstrend des Palladiumpreises infolge dessen jäh beendet. Nach einem drastischen Einbruch folgte eine zögerliche Erholung, und inzwischen notiert der Kurs charttechnisch im Niemandsland mit leicht negativer Tendenz. Während das Potenzial der Notierung nach oben bei 2.100 Dollar begrenzt scheint, könnte eine kurzfristige Zielmarke für Short-Spekulanten bei knapp unter 1.800 Dollar liegen.

Bei Palladium ist die Luft raus

Angesichts der über Monate anhaltenden Rally zwischen Herbst 2019 und Februar bleibt fraglich, wie es bei Palladium mittelfristig weitergeht. Einige Verbraucher aus der Autoindustrie dürften sich Anfang des Jahres über Alternativen, wie etwa Platin, Gedanken gemacht haben. Hinzu kommt, dass die Automobilbranche aktuell am Boden liegt und die Rally zudem für ein stabiles Angebot an Palladium gesorgt haben dürfte. Angesichts dieser Rahmenbedingungen sollten Anleger Palladium aktuell meiden, bis eindeutige charttechnische Impulse in die eine oder die andere Richtung vorliegen. Im Bereich der Edelmetalle scheinen Gold und Silber aktuell aus Investorensicht gefragter zu sein. Anleger sollten sich dort engagieren, wo die Musik spielt.