Britisches Pfund zum US-Dollar in guter Stimmung

Das Britische Pfund hatte gegenüber dem US-Dollar vor ziemlich genau einem Jahr sein Tief gesehen, damals sogar unter der 1,20er-Marke, und das nach einem sehr rasanten Abstieg von 1,70 vor rund drei Jahren. Heute sieht das mit Ständen im Umfeld der 1,33er-Marke nach einer komfortablen Erholung aus, die Mut auf mehr macht. Doch ist dem wirklich so?

Zumindest ist auffällig, dass der längerfristige Anstieg der letzten zwölf Monate sehr behäbig – manch ein Chartist würde sagen korrektiv – verlaufen ist, denn die Gesamtbewegung ist gleichsam schwerfällig, im Vergleich zum Rücksetzer flach und auch noch überlappend, sprich: Die Pausen innerhalb des Anstiegs überschneiden sich. Ein Drama ist das sicher nicht, doch eben auch noch kein Zeichen für eine langfristige Bullenliebe, also für Einkäufe auf lange Sicht. Wer sich schon auf steigende Kurse eingerichtet hat, sollte ernsthaft über eine Absicherung seiner Position nachdenken.

Doch malen wir den Teufel nicht an die Wand, denn aktuell, insbesondere im kurzfristigen Bild, ist die Welt noch grün, sprich steigend. Gerade auch die aktuelle Meldung der Bank of England, die Zinsen unverändert zu belassen, und die begleitenden Aussagen der Notenbanker wurden von den Marktteilnehmern eher positiv aufgefasst. Der Schuss nach oben spricht dafür, dass die kurzfristigen Einkäufer noch nicht den Hals voll hatten und vermutlich auch noch nicht haben.