Weshalb der Euro zum Franken wieder Boden gutmachen könnte

Steigt die Nervosität und Unsicherheit an den Kapitalmärkten, steuern zahlreiche Investoren nur allzu gerne altbewährte sichere Anlagehäfen an. Dieser Herdentrieb wurde auch zu Beginn – und im weiteren Verlauf – der Coronakrise bestätigt. So haben sich beispielsweise Gold, Yen und der Schweizer Franken in den vergangenen Monaten vergleichsweise gut geschlagen. Auch der Euro hat sich im Vergleich zu zahlreichen anderen Währungen in den vergangenen Monaten recht robust präsentiert. Im Vergleich zum Franken hatte die europäische Gemeinschaftswährung aber zuletzt das Nachsehen. Gut möglich, dass nun jedoch der Euro wieder die Richtung vorgeben könnte.

Euro mit Luft nach oben

Der Euroraum hat die Coronakrise bisher – wenngleich einige Eurostaaten stärker betroffen waren als andere – vergleichsweise gut überstanden. Und: Nun dürfte auch der Wirtschaftsmotor wieder spürbar seine Drehzahl erhöhen. Dies signalisieren nicht nur die Einkaufsmanagerindizes (siehe Indexmonitor), auch der ifo-Index überraschte positiv. Mit einem Plus von 79,7 auf 86,2 Zähler verzeichnete das Konjunkturbarometer im Juni den stärksten jemals gemessen Anstieg. Sollte die Nervosität an der Börse nicht wieder spürbar anziehen, könnte davon der Euro profitieren – auch im Vergleich zum Schweizer Franken. Zumal das Coronavirus auch der Schweizer Wirtschaft schwer zu schaffen macht; für 2020 wird ein BIP-Minus von gut 5 Prozent erwartet.

</
Währungspaar Kürzel Wechselkurs Veränderung zur Vorwoche in % Veränderung seit Jahresanfang in % 5-Jahres-Veränderung in %