Das Devisenpaar EUR/USD zeigt, wer die Krise besser meistert

Der Euro als klarer „Corona-Gewinner“: Vor gut drei Monaten noch im Vergleich zum Dollar heftig abgestraft, kann sich die Gemeinschaftswährung inzwischen oberhalb des Wechselkurses von Januar behaupten. Traf das Virus noch im März verstärkt Europa, wurde schnell deutlich, dass die Auswirkungen in den USA heftiger werden würden. Auch aktuell macht es den Anschein, als würde US-Präsident Donald Trump die Folgen der Pandemie herunterspielen. Wer trotz erneut steigender Neuinfektionen und Tausender Toter verlauten lässt, das Virus werde entgegen der Meinung von Experten spontan verschwinden, erntet auch seitens der Märkte kein Vertrauen.

Viele Optionen für Trader

Hinzu kamen zuletzt positive Wirtschaftsdaten aus Europa. Innerhalb der EU hielt sich der Anstieg der Arbeitslosigkeit weiter in Grenzen. Auch die Einkaufsmanager versprühen zunehmend leisen Optimismus. In den USA steht es dagegen um den Arbeitsmarkt weiterhin schlecht: Im Juni wurden laut ADP-Beschäftigungsänderung weniger neue Jobs geschaffen als erwartet. Angesichts der jüngsten Konsolidierung von EUR/USD zwischen 1,11 und 1,15 können sich Trader auf verschiedene Weise positionieren. Neben kurzfristigen Engagements innerhalb der Konsolidierungszone bestehen auch Chancen auf Ausbrüche und damit auf größere Kursbewegungen. Langfristig dürfte auch die US-Präsidentschaftswahl bald ihre Schatten vorauswerfen.

Währungspaar Kürzel Wechselkurs Veränderung zur Vorwoche in % Veränderung seit Jahresanfang in % 5-Jahres-Veränderung in %
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