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Das gerade abgelaufene dritte Quartal war für zahlreiche Aktienmärkte ein positives, im DAX schafften sogar 22 der 30 Titel einen Gewinn. Am besten schnitten HeidelbergCement, Infineon, Adidas und SAP ab, die alle um mehr als 20 Prozent zulegen konnten. Nun hat das vierte Quartal begonnen und Anleger hoffen auf eine weitere positive Performance. Die Hoffnung ist nicht unbegründet, da das Schlussquartal häufig Freude bereitet. Der S&P 500 zum Beispiel erreichte in den vergangenen 70 Jahren eine durchschnittliche Entwicklung von plus vier Prozent, seit dem Ende der Finanzkrise 2009 schaffte das vierte Quartal eines Jahres sogar noch mehr. Mit einem durchschnittlichen Quartalsgewinn von fast sieben Prozent ist das Schlussquartal mehr als doppelt so stark wie jedes andere Quartal.

Allerdings stehen im November US-Präsidentschaftswahlen an und der Ausgang ist nach wie vor sehr unsicher. Zur Ungewissheit trägt auch die jüngste Einigung der OPEC-Staaten bei, die Ölförderung zu begrenzen. Diese Einigung wurde zunächst positiv aufgenommen, allerdings ist unklar, welches OPEC-Land künftig wie viel Öl fördern wird. Außerdem dürften andere große Ölförderländer wie die USA oder Russland sich nicht an diese Abmachung halten. Zahlreiche Analysten erwarten daher keine signifikante Reduzierung des hohen weltweiten Ölangebots. In dieser Woche dürften die am Freitag anstehenden Arbeitsmarktdaten im Fokus der Anleger stehen. Erwartet werden derzeit ein Stellenzuwachs von 169.000 und eine Arbeitslosenrate von 4,9 Prozent. Das werden die letzten umfangreichen Informationen zum Arbeitsmarkt sein, bevor die US-Notenbank Fed am 2. November ihre Zinsentscheidung bekannt geben wird. Da sich die Fed unmittelbar vor den US-Präsidentschaftswahlen trifft, rechnen allerdings die wenigsten Anleger mit einem Zinsschritt im November.